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Hindukusch

Taliban-Chef der Provinz Kundus bei US-Luftschlag getötet

Die afghanischen Radikalislamisten bestätigten den Tod ihres ranghohen Kommandeurs Mullah Abdul Salam. Er war der Taliban-Schattengouverneur in der seit Jahren umkämpften Region Kundus.

Er wurde von den terroristischen Milizen als "Eroberer von Kundus" gefeiert. Nun starb ihr Held im Distrikt Dascht-e-Archi durch ein Bombardement amerikanischer Kampfflugzeuge. Mullah Abdul Salam Akhund sowie neun weitere Taliban-Kämpfer seien am Sonntag bei dem Luftangriff getötet worden, teilte der afghanische Präsident Ashraf Ghani bei einer Militärzeremonie auf dem Flughafen von Kabul mit. 

Ein Taliban-Sprecher bestätigte den Tod Salams. Die Islamisten sprachen von einem "feigen Angriff der US-Invasoren". 

Afghanistan Bundeswehrsoldaten im Einsatz nahe Kundus (picture-alliance/dpa/M. Gambarini)

Deutsche Soldaten nahe Kundus: Heute sind sie nur noch als Trainer und Berater im Einsatz

Salam fungierte lange als Chef einer Art Gegenregierung in der nördlichen Provinz Kundus. Unter seiner Führung hatten die Taliban mehrfach versucht, die Stadt Kundus zu stürmen. Im September 2015 hatten sie dort sogar für etwa zwei Wochen die Kontrolle übernommen.

Ein zweites Mal drangen die Extremisten im vergangenen Oktober nach Kundus vor, bevor sie von den afghanischen Sicherheitskräften mit Unterstützung der NATO zurückgeschlagen wurden.

Kundus, wo bis 2013 auch die Deutsche Bundeswehr stationiert war, ist ein Hauptziel der Taliban. Sie sollen mittlerweile wieder große Teile der Provinz beherrschen.

SC/jj (APE, afp, dpa) 

 

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