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Taiwan-Diplomatie

Taiwan verliert mit Panama einen wichtigen Verbündeten

Im Ringen um seine internationale Anerkennung als Staat hat Taiwan eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. Panama brach nach vielen Jahren die Beziehungen zu der demokratischen Inselrepublik ab und wechselte zu Peking.

Panamas Präsident Juan Carlos Varela (Artikelbild) begründete den Schritt damit, dass China eine große Rolle für die Wirtschaft des mittelamerikanischen Landes spiele. Damit gibt es nur noch 20 meist kleinere Staaten, die Taiwan diplomatisch anerkennen.

Nur ein deutsches Institut

Auch Deutschland ist in Taipeh nur mit einem Deutschen Institut vertreten. Mit seiner Ein-China-Doktrin erlaubt die kommunistische Führung in Peking keinem Land sowohl diplomatische Beziehungen mit der Volksrepublik als auch mit Taiwan zu unterhalten, das sich offiziell nach der 1911 gegründeten Republik China benennt.

Nach der Machtübernahme der Kommunisten 1949 in China flohen die nationalchinesische Regierung und ihre Truppen nach Taiwan. Peking betrachtet die Insel seither nur als abtrünnige Provinz und droht mit einer gewaltsamen Wiedervereinigung.

International versucht Peking, die Inselrepublik zu isolieren und umwirbt die Staaten, die Taiwan noch anerkennen. Erst im Dezember brach der afrikanische Inselstaat São Tomé und Príncipe seine Beziehungen zu Taiwan ab.

haz/cgn (rtr, dpa, ap)