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Aktuell Asien

Taifun "Melor" kappt Strom auf Philippinen

Hunderttausende ohne Haus oder Strom: Taifun "Melor" hat die Philippinen schwer verwüstet. Mehr als 730.00 Bewohner brachten sich vor Überschwemmungen in Sicherheit, mindestens vier Menschen starben.

Der Wirbelsturm hat in weiten Teilen des Landes den Strom ausfallen lassen. Im Osten des Inselstaates waren der Katastrophenschutzbehörde zufolge zwölf Provinzen ohne Elektrizität. Allein in der Provinz Albay habe der Sturm für mehr als eine Millionen Menschen die Stromversorgung unterbrochen, erklärte der Gouverneur Joey Salceda in einem Fernsehinterview.

Heftiger Regen sorgte für Überschwemmungen. Dabei starben mindestens vier Menschen, zwei davon sollen in der nördlichen Provinz Samar ertrunken sein.

"Melor" rast übers Land

Am Montag war der Wirbelsturm "Melor" im ostasiatischen Inselstaat auf Land getroffen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Stundenkilometern war der Taifun von Osten auf die Inselgruppe zugerast, wie Meteorologen mitteilten. Nach Angaben der philippinischen Wetterbehörde schwächte der Sturm im Laufe des Tages ab. Gen Westen zog er weiter ins Südchinesische Meer.

Aus Furcht vor Erdrutschen und Überschwemmungen hatten mehr als 700.000 Menschen ihre Häuser verlassen, teilten die Katastrophenschutzbehörden mit. Die Behörden hatten den Evakuierungsalarm ausgelöst. Die Regierung hatte nach eigenen Angaben mehr als 200.000 Nahrungsmittelpakete und andere Notversorgungen vorbereitet.

Erinnerungen an "Haiyan"

Vorsorglich waren Inlandsflüge gestrichen worden, Fähren und Fischerboote wurden angewiesen, in den Häfen zu bleiben. Schulen blieben in den betroffenen Gebieten geschlossen.

Die Philippinen werden jährlich von rund 20 Taifunen heimgesucht. Erst im Oktober waren beim Durchzug des Sturms "Koppu" mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. 2013 kamen durch den Taifun "Haiyan" rund 7300 Menschen ums Leben.

Feiertage ohne Strom

Das Unwetter traf das südostasiatische Land zu Beginn der dort typischen Weihnachtsfeierlichkeiten. Auf den christlich geprägten Philippinen werden traditionell zehn Tage vor Weihnachten täglich Gottesdienste im Morgengrauen gefeiert.

Aufwändige Dekorationen und elektrischer Lichterschmuck wurden vom Sturm weggerissen und zerstört. Bis zu den Festtagen plane der Katastrophendienst die Stromversorgung wieder herzustellen, meldet AFP.

myk,cr/as (dpa,afp,ap,rts)