1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Deutschland

Tagung zum "Islamistischen Terrorismus"

Seit geraumer Zeit beschäftigt sich das Bundeskriminalamt (BKA) mit dem Phänomen des islamistischen Terrorismus. In den letzten Jahren wird eine Ausbreitung islamistischer Aktivitäten auch in Deutschland beobachtet.

default

BKA-Präsident Ulrich Kersten

Seit 1998 gebe es Erkenntnisse darüber, dass die "Al Quaida" Organisation von Osama Bin Laden in Deutschland tätig sei. So BKA-Präsident Ulrich Kersten am zweiten Tag der Herbsttagung des Wiesbadener Bundeskriminalamtes zum Thema "Islamistischer Terrorismus - eine Herausforderung für die internationale Staatengemeinschaft".

Deutschland habe keineswegs nur als Ruheraum für Terroristen gedient, die dann - wie im Fall des 11. September - in anderen Staaten zum Einsatz kamen. So habe man im Dezember 2000 in Frankfurt die "Miliani-Gruppe" verhaftet, die unter anderem einen Anschlag in Straßburg geplant hatte. Inzwischen ist man sicher, dass sie einem weltweiten Netzwerk von "Mujaheddin" angehörte und ihre Ausbildung bei Bin Ladens "Al Quaida" in Afghanistan erhalten hat.

"Kampf-Front gegen Juden und Kreuzritter"

Mindestens 70.000 Islamisten aus 50 Ländern haben laut BKA-Präsident Kersten im Laufe der Jahre solche Ausbildung von "Al Quaida" erhalten. Diese Organisation sei wichtigste Fraktion in einer zum erstenmal im Februar 1998 bekannt gewordenen "Internationalen Kampf-Front gegen Juden und Kreuzritter" - wobei Begriff "Kreuzritter" für den Westen und speziell die Amerikaner stehe. In einer Fatwa der Gründungserklärung heiße es unter anderem:

"Das Töten von Amerikanern und deren Verbündeten, von Militärs und Zivilisten ist eine vorgeschriebene Pflicht eines jeden Muslims, auszuführen in jedem Land, wo immer es ihm möglich erscheint".

WWW-Links