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Kultur

Tagebuch der Anne Frank wird verfilmt

Ende 2016 soll die erste deutsche Verfilmung eines der wichtigsten Zeugnisse des Holocaust in die Kinos kommen: die weltberühmten Aufzeichnungen der Anne Frank. Regie führt Hans Steinbichler.

Anfang der Woche starteten die Dreharbeiten zu dem Film "Das Tagebuch der Anne Frank" in Köln. Schauspielerin Lea van Acken ("Kreuzweg") übernimmt dabei die Rolle des jüdischen Mädchens. Annes Eltern werden von Martina Gedeck und Ulrich Noethen besetzt. Der Film soll Ende 2016 in deutschen Kinos anlaufen.

Es ist die erste deutsche Kinoproduktion, die die Geschichte des Mädchens erzählt. Das Drehbuch schrieb Fred Breinersdorfer, der auch bei dem Film "Sophie Scholl – Die letzten Tage" mitwirkte. Unterstützt werden die Dreharbeiten durch den Anne Frank Fond (AFF), der das Erbe verwaltet.

Tod im KZ Bergen-Belsen

Anne Frank wurde 1945 – mit gerade einmal 15 Jahren – im Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet. Vorher hatte sie sich zwei Jahre lang mit ihrer Familie in Amsterdam in einem Hinterhaus vor den Nazis versteckt. Über diese Zeit führte sie ein Tagebuch, das ihr Vater Otto Frank nach dem Krieg veröffentlichte.

Ihr Todestag jährt sich im März 2015 zum 70. Mal. Ihre Geschichte wurde schon mehrere Male für Film und Fernsehen inszeniert. Darunter die Verfilmung von George Stevens aus dem Jahr 1959, die mit drei Oscars wohl die erfolgreichste war.

Auch das ZDF plante einen Film über Anne Frank, stoppte das Vorhaben aber Anfang letzten Jahres aufgrund von Streitigkeiten mit dem AFF. Die ARD hat bereits einen Film abgedreht: "Meine Tochter Anne Frank", mit Mala Emde als Anne und Götz Schubert als ihr Vater Otto, wird am 18. Februar im Ersten zu sehen sein.

im/pj (dpa)