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Tadschikistan: Erstmals Presserat gewählt

Nichtstaatliche Medien haben in Tadschikistan erstmals einen Presserat gewählt. Maßgeblich beteiligt an diesem Prozess der Medien-Demokratisierung: die DW-AKADEMIE.

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Tadschikische Journalisten: Chancen und Unterstützung durch den neuen Presserat

Bei einer von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) einberufenen Konferenz in der Hauptstadt Duschanbe wählten Vertreter von 60 Medien des Landes Ende Oktober erstmals in der Geschichte Tadschikistans einen Presserat. Präsident des neunköpfigen Gremiums wurde Ismail Osmonov, Professor für Journalistik an der Universität Duschanbe. Er gilt landesweit als Medienautorität. Für die Deutsche Welle war Florian Weigand vor Ort: „Hier hat ein Prozess seinen vorläufigen Höhepunkt gefunden, den wir seit einem Jahr begleitet und entscheidend mitgestaltet haben“, so der Projektmanager der DW-AKADEMIE.

Sechs Jahre lang hatten die Medien der ehemaligen Sowjetrepublik um ein System der Selbstregulierung gerungen – lange ohne Erfolg. Auf Initiative der OSZE und der DW-AKADEMIE waren dann im vergangenen Jahr Vertreter der wichtigsten tadschikischen Medien nach Deutschland gekommen und hatten hier erstmals einen Pressekodex nach deutschem Vorbild formuliert. In einem Workshop der DW-AKADEMIE im September 2009 wurden die Aufgaben des neuen Rates festgelegt und eine Beschwerdeordnung bei Verstößen gegen den neuen Kodex entwickelt.

Auf der „Rangliste der Pressefreiheit“ von Reporter ohne Grenzen (ROG) belegt Tadschikistan derzeit Platz 113 von 175.