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Europa/Zentralasien

Tadschikistan: Erstmals Presserat gewählt

Am 30. Oktober 2009 haben nichtstaatliche Medien in Tadschikistan erstmals einen Presserat gewählt. Maßgeblich beteiligt an diesem Prozess der Medien-Demokratisierung: die DW Akademie.

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Rund 60 Vertreter aus allen Teilen des Landes waren in die tadschikische Hauptstadt Duschanbe gereist, um an der Konferenz zur Gründung des ersten Presserates in der Geschichte Tadschikistans teilzunehmen.

Sechs Jahre lang hatten die Medien der ehemaligen Sowjetrepublik um ein System der Selbstregulierung gerungen - lange ohne Erfolg. Auf Initiative der OSZE und der DW Akademie waren dann im vergangenen Jahr Vertreter der wichtigsten tadschikischen Medien nach Deutschland gekommen und hatten hier erstmals einen Pressekodex nach deutschem Vorbild formuliert. In Workshops der DW Akademie in diesem Jahr wurden die Aufgaben des neuen Rates festgelegt und eine Beschwerdeordnung bei Verstößen gegen den neuen Kodex entwickelt.

Florian Weigand, Projektmanager der DW Akademie, war von Beginn an dabei. "Zunächst waren einige Teilnehmer skeptisch, ob ein solches System ohne weiteres von Deutschland auf Tadschikistan übertragen werden kann", berichtet Weigand. Mit der Verabschiedung des Pressekodex und der Wahl des Gremiums habe jetzt, so Weigand, "ein Prozess seinen vorläufigen Höhepunkt gefunden, den wir seit einem Jahr begleitet und entscheidend mitgestaltet haben."

um Präsidenten des Rates wählten die 60 Delegierten Ismail Osmonov. Der Professor für Journalistik an der Universität Duschanbe gilt landesweit als Medienautorität. Er wird in Zukunft gemeinsam mit den acht anderen Mitgliedern des Gremiums über die Einhaltung des neuen Pressekodex wachen.

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