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Kultur

Tabu-Thema SARS

Angeblich haben sie Gerüchte über die Lungenkrankheit SARS per Internet und SMS-Botschaften verbreitet. Die chinesische Polizei hat deswegen jetzt in Peking vier Menschen festgenommen.

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SARS-Warnung per Mobiltelefon

Welche Straftat genau den vier Festgenommenen vorgeworfen wird, ist nicht bekannt. Die Polizei habe verdächtige SARS-Botschaften abgefangen. Das berichtete die Pekinger "Volkszeitung" am Donnerstag (8. Mai 2003) in ihrer Online-Ausgabe. In China zensieren die Behörden nicht nur routinemäßig Presse und Rundfunk, sondern sie kontrollieren auch E-Mails, SMS-Botschaften per Mobiltelefon und Diskussionen in Internet-Foren.

Internationaler Druck

Die Regierung reagiert derzeit besonders empfindlich auf unliebsame Informationen und Spekulationen über die Ausbreitung von SARS. Gerüchte, nach denen zum Beispiel Peking von der Außenwelt abgeriegelt oder unter Militärrecht gestellt werden solle, haben die Politiker inzwischen zurückgewiesen.

Bis vor kurzem hatte die Regierung noch behauptet, SARS sei "unter Kontrolle". Die spärliche Berichterstattung über das Thema wurde offiziell damit begründet, dass man keine "Panik" erzeugen wolle. Erst unter internationalem Druck hat sich die chinesische Regierung in den letzten Tagen zu einer offeneren Informationspolitik durchgerungen.

SARS-Witze

Viele Pekinger bleiben derzeit aus Furcht vor Ansteckung zu Hause. Mit Verwandten, Freunden und Arbeitskollegen halten sie über Mobiltelefon und Internet Kontakt. Nachrichten, SARS-Witze und Gerüchte machen auf diesem Wege die Runde. Ein Ende der Infektionswelle ist noch nicht in Sicht. (hh)

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