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Türkische Abgrenzung zu Syrien

Türkische Soldaten sollen Flüchtlinge misshandelt haben

Die Türkei riegelt ihre Grenze zu Syrien systematisch ab. Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland sollen mit fast allen Mitteln ferngehalten werden. Doch einige Soldaten gingen zu weit, wie ein Video von der Grenze zeigt.

Mehrere türkische Soldaten sind wegen Vorwürfen festgenommen worden, vier syrische Flüchtlinge misshandelt zu haben. Gegen die Verdächtigen werde ermittelt, heißt es bei den zuständigen Behörden.  Zuvor war im Internet ein belastendes Video aufgetaucht. Es zeigt eine Gruppe Soldaten, die vier junge Männer schlagen und treten, nachdem diese illegal die Grenze in die Türkei überquert hatten.

Nach Darstellung der Armee ereignete sich der Vorfall am Freitag. Die Syrer seien nach einer medizinischen Untersuchung wieder zurück über die Grenze gebracht worden, heißt es weiter.

Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Soldat einen Syrer tritt, während dieser vor Schmerz schreit. "Werdet ihr wieder in die Türkei kommen? Sei still, Mann! Schrei nicht!", sagt der Soldat. Einen anderen Mann fragt er, ob er ein Schmuggler sei und die Männer über die Grenze geführt habe.

Lange Zeit hatte Ankara eine Politik der offenen Tür gegenüber den syrischen Flüchtlingen verfolgt. Inzwischen mauert die Türkei den syrischen Nachbarn ein. Das Bauwerk soll mehr als 500 Kilometer lang werden und - nach offizieller Darstellung - Extremisten an der Einreise hindern.

Während die meisten Türken den 2,9 Millionen syrischen Flüchtlingen mit offenen Armen begegnen, gibt es auch immer wieder Spannungen und Konflikte.

rb/uh (afp)

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