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Aktuell Nahost

Türkische Piloten verschleppt

Sie waren unterwegs vom Flughafen der libanesischen Hauptstadt Beirut zu einem Hotel, als Bewaffnete ihren Bus stoppten. Der Pilot und der Copilot eines "Turkish Airlines"-Flugzeuges wurden entführt. Wer steckt dahinter?

Der Sohn des Busfahrers, der seinen Vater auf der nächtlichen Fahrt vom Beiruter Flughafen in die Stadt begleitet hatte, sagte dem libanesischen Fernsehsender MTV, die bewaffneten Entführer hätten ausdrücklich nach dem Piloten und dem Copiloten gefragt. Sie zwangen die beiden Männer auszusteigen. Die Flugbegleiterinnen, die sich ebenfalls im Bus befanden, hätten sie nicht behelligt.

Zu der Tat habe sich inzwischen eine bislang unbekannte, offensichtlich schiitische Gruppe bekannt, die sich "Suwar al-Imam al-Redha" nenne, berichtet der Nachrichtensender Al-Arabija. Die Entführer erklärten, die Türken würden freigelassen, wenn syrische Rebellen dafür neun verschleppte schiitische Libanesen freigäben.

Libanesische Soldaten auf Straße am Beiruter Flughafen (Foto: Reuters)

Nach der Entführung: Libanesische Soldaten patroullieren in der Nähe des Flughafens

Türkei unterstützt Rebellen

Die Familien der im vergangenen Jahr verschleppten Libanesen fordern, dass die Türkei ihren Einfluss auf die syrischen Rebellen geltend macht, um die Freilassung ihrer Angehörigen zu erreichen. Vor einem Büro von Turkish Airlines in Beirut gab es mehrfach Demonstrationen.

Die Türkei unterstützt die überwiegend sunnitischen Aufständischen gegen Syriens Staatschef Baschar al-Assad. Der Machthaber stützt sich vor allem auf die alawitische Minderheit in seinem Land. Diese religiöse Gruppe zählt zum Spektrum der Schiiten.

wa/mm (afp, dpa, rtr)