Türkische Medien über Angriffe auf Moscheen | Europa | DW | 13.03.2018
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PRESSE

Türkische Medien über Angriffe auf Moscheen

Die türkische Presse berichtet über die Brandanschläge auf Moscheen in Deutschland. Eine regierungsnahe Zeitung wirft deutschen Politikern Schweigen vor.

Deutschland | (picture-alliance/dpa/P. Zinken)

Brandanschlag auf Berliner Moschee

Die Serie von Brandanschlägen auf türkische Einrichtungen in Deutschland setzt sich fort. In Berlin und Baden-Württemberg wurden in den vergangenen Tagen zwei Moscheen Ziel von Brandanschlägen. Die türkische Presse berichtet über die Fälle und betont die Verantwortung der Terrororganisation PKK.

Erst letzten Freitag wurde in der württembergischen Stadt Lauffen ein Brandanschlag auf ein Moscheegebäude der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs verübt.Danach war es in der Nacht zum Sonntag im Berliner Bezirk Reinickendorf zu einer Brandstiftung in der Koca-Sinan-Camii-Moschee, die zum türkischen Ditib-Verband gehört, gekommen. In der nordrhein-westfälischen Stadt Ahlen wurden in der Nacht zu Montag mehrere Brandsätze gegen ein türkisches Kulturzentrum und in ein davor abgestelltes Auto geworfen.

Der Hintergrund der Angriffe ist noch nicht eindeutig geklärt. Allerdings wird ein Zusammenhang zur türkischen Militäroffensive gegen Kurden in Nordsyrien für möglich gehalten.

"PKK greift an, Deutschland bleibt still"

Die türkische regierungsnahe Zeitung Sabah berichtet über die Brandanschläge auf Moscheen unter dem Titel, "PKK greift an, Deutschland bleibt still" und kommentiert:

"Während die Terrororganisation PKK in Deutschland immer wieder Moscheen angreift, schweigen die deutschen Politiker."

"Die brutale Terrororganisation PKK verübt weiterhin Anschläge auf Moscheen. Es nimmt kein Ende. Aber die deutschen Politiker schweigen weiterhin. Nur Berlins Innensenator Andreas Geisel besuchte nach dem Anschlag die Moschee, der künftige Innenminister Horst Seehofer äußerte sich nur kurz."

Die Zeitung berichtet unter anderem auch über eine Demonstration in Hamburg. Bei der Demonstration von "PKK-Mitgliedern" in Hamburg sei es zu Zwischenfällen gekommen. 14 Polizisten sollen verletzt und sechs PKK-Mitglieder festgenommen worden sein, berichtet die Zeitung.

"PKK hat in Deutschland eine Moschee angegriffen"

Die Tageszeitung Hürriyet widmet den Brandanschlägen zwei Nachrichten. In der ersten berichtet sie, dass die in Berlin zum muslimischen Verband Ditib gehörende Moschee in Reinickendorf gebrannt hat. Hürriyet zitiert Bayram Türk, den Vorsitzenden der Moschee und berichtet über Details zum Vorfall.

In der zweiten Nachricht berichtet die Zeitung über den Vorfall unter dem Titel, "PKK hat in Deutschland eine Moschee angegriffen und das Tat-Video veröffentlicht."

"Die Terrororganisation PKK hat in Deutschland, in Baden-Württemberg in der Stadt Lauffen, eine Moschee mitMolotowcocktails angegriffen. Die der PKK nahestehende Internetseite 'Roja Ciwan' veröffentlichte das Video."

Die Zeitung berichtet unter anderem, dass es im vergangenen Jahr in Deutschland mindestens tausend Angriffe auf muslimische Einrichtungen gegeben hat. Auch habe die Islamfeindlichkeit in Deutschland zugenommen.

"Terroristen haben in Deutschland eine Moschee angegriffen"

Die regierungsnahe Zeitung Milliyet berichtet über den Brandanschlag in der Stadt Lauffen unter dem Titel, "Terroristen haben in Deutschland eine Moschee angegriffen". Die Zeitung schreibt, dass in Baden-Württemberg eine Moschee von "PKK-Terroristen" angegriffen und das Tat-Video im Internet veröffentlich wurde. Die Zeitung veröffentlichte ebenfalls das Video.

Die regierungsnahe Zeitung Günes berichtet über den Brandanschlag unter dem Titel: "PKK übernimmt Verantwortung für Angriffe auf Moschee".

Die Zeitung schreibt über den Brandschlag in der Stadt Lauffen und berichtet, dass die PKK die Verantwortung übernommen und ein Video von der Tat veröffentlich hat. Ohne Namen zu nennen schreibt die Zeitung, die PKK-nahe Internetseite "Roja Ciwan" habe das Video veröffentlicht. Günes schreibt, auf der Seite würde auch PKK-Propaganda verbreitet.

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