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WM-Qualifikation

Türkei wahrt gegen Kroatien WM-Chance

Mit einem Zittersieg gegen Kroatien behält die Türkei die Teilnahme an der WM in Russland im Blick. Saudi-Arabien und Südkorea sind dabei. Italien müht sich - und der FC Bayern schaut sorgenvoll nach Österreich.

Der Lärm war ohrenbetäubend, die Erleichterung der türkischen Fans deutlich zu hören und zu spüren. Auch die türkischen Ersatzspieler hielt es nicht auf ihren Sitzen - alle sprangen auf und liefen jubelnd auf den Platz, als Stürmer Cenk Tosun im WM-Qualifikationsspiel gegen Kroatien in der 75. Minute das Tor des Tages zum 1:0 (0:0)-Sieg gelang. Es war ein unglaublich wichtiger Treffer, denn durch den knappen Erfolg wahrte die Türkei ihre Chance, sich für die WM 2018 in Russland zu qualifizieren.

"Wir Türken sind sehr gut darin, uns das Leben sehr schwer zu machen", sagte Dortmunds Nuri Sahin nach der Partie im Interview mit RTL Nitro. "Kroatien hatte viele Chancen, aber wir haben ein ordentliches Spiel gemacht. Du wirst belohnt, wenn du arbeitest. Wir hatten das Glück und gewinnen das Spiel."

Allerdings bleibt es eng: Tabellenführer in Gruppe I sind nach acht von zehn Spielen die Kroaten mit 16 Zählern. Punktgleich dahinter liegt Island, das sich mit 2:0 (0:0) gegen die Ukraine durchsetzte. Die Türkei und die Ukraine haben jeweils 14 Punkte auf dem Konto.

Spanien feiert Kantersieg

Spanien ist dagegen auf dem Weg zur WM-Endrunde kaum noch zu stoppen. Drei Tage nach dem 3:0 gegen Verfolger Italien feierte der Spitzenreiter der Gruppe G bei Schlusslicht Liechtenstein einen 8:0 (4:0)-Sieg. Die Mannschaft von Nationalcoach Julen Lopetegui hat jetzt 22 Punkte auf dem Konto - Playoffplatz zwei ist ihr damit bereits sicher. Für den siebten Sieg der Spanier im achten Spiel sorgten in Vaduz Sergio Ramos (3. Minute), Doppeltorschütze Alvaro Morata vom FC Chelsea (15./54.), Isco von Real Madrid (16.), David Silva (39.) und Iago Aspas (51./63.). Dazu kam ein Eigentor von Maximilian Goppel (89.). Spanien ist damit seit 61 Partien in der WM-Qualifikation unbezwungen.

Italiens Elf mühte sich gleichzeitig gegen Israel zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg und liegt weiter drei Punkte hinter den Spaniern. Für die Italiener traf der ehemalige Dortmunder Ciro Immobile per Kopf in der 53. Minute. Albanien ist nach dem 1:1 (0:0) in Mazedonien mit 13 Zählern als Dritter praktisch aus dem Rennen.

Serbien auf dem Weg, Alaba muss verletzt raus

Kein gutes Bild gab die Auswahl Österreichs in Gruppe D ab: Die Österreicher kamen gegen Georgien nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und haben nun nur noch theoretische Chancen auf die WM-Qualifikation. Österreichs Louis Schaub (43.) egalisierte fünf Minuten nach seiner Einwechslung, nachdem Waleriane Gwilia (8.) die Georgier zunächst in Führung gebracht hatte. Weiterer Wermutstropfen: Bayern Münchens David Alaba musste nach 38 Minuten mit einer Knöchelverletzung ausgewechselt werden. 

Fußball WM Qualifikation Österreich vs. Georgien - David Alaba (picture-alliance/picturedesk.com/H. Neubauer)

Schmerzhaftes Aus: Bayern Münchens Außenverteidiger David Alaba verletzte sich am Knöchel

Die Mannschaft von Trainer Marcel Koller hat mit neun Zählern fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten Wales, das durch Tore von Hal Robson-Kanu (80.) und Aaron Ramsey (90.+3) mit 2:0 (0:0) in Moldawien gewann.

Tabellenführer in Gruppe D ist die serbische Nationalmannschaft um Hamburgs Profi Filip Kostic, die einen wichtigen Schritt zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft machte. Die Serben siegten bei Verfolger Irland mit 1:0 (0:0). Aleksander Kolarov (55.) erzielte für Serbien das Tor des Tages. Nach einem Platzverweis von Nikola Maksimovic (68.) agierte Irland in der Schlussphase zwar in Überzahl, der Ausgleich gelang aber nicht mehr. Die Serben haben nun 18 Punkte auf dem Konto. Bei noch zwei verbleibenden Gruppenspielen beträgt der Vorsprung auf die drittplatzierten Iren fünf Zähler. 

Südkorea und Saudi-Arabien qualifiziert

Fußball WM Qualifikation Saudi Arabien vs. Japan (Getty Images/AFP/STR)

Saudi-Arabien sicherte sich gegen Japan das WM-Ticket

Als Mannschaften Nummer sieben und acht haben sich Südkorea und Saudi-Arabien für die WM qualifiziert. Ihren Startplatz sicher hatten bereits WM-Gastgeber Russland, Rekord-Weltmeister Brasilien, Iran, Japan sowie Belgien und Mexiko. Die Südkoreaner von Trainer Shin Tae-Yong erreichten in Taschkent gegen Usbekistan ein 0:0 und schlossen Gruppe A der Asien-Ausscheidung damit als Gruppenzweiter hinter den vorzeitig qualifizierten Iranern ab, dank der besseren Tordifferenz zog Saudi-Arabien mit einem 1:0 (0:0) gegen Gruppensieger Japan an den punktgleichen Australiern vorbei. Diese hatten zuvor durch den Siegtreffer von Hertha-Profi Mathew Leckie (86.) Thailand 2:1 (0:0) bezwungen. Die "Socceroos" treffen nun in einer Play-off-Runde auf Syrien, die nach einem 2:2 (1:1) im Iran Gruppendritter wurden.

asz (sid, dpa)

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