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Aktuell Nahost

Türkei schiebt syrische Flüchtlinge ab

Die Zahl der Flüchtlinge, die von der Türkei ins Bürgerkriegsland Syrien abgeschoben wurden, ist umstritten. Die Tatsache bleibt. Die Vereinten Nationen sind alarmiert.

Es soll zu schweren Auseinandersetzungen zwischen türkischen Militärpolizisten und syrischen "Demonstranten" gekommen sein, die gegen ihre Lebensbedingungen in dem Lager an der türkischen Grenze gekommen sein. Die Sicherheitskräfte seien im Camp Suleymansah mit Steinen beworfen worden und hätten dann ihrerseits Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt. Auslöser soll angeblich ein Feuer in einem Flüchtlingszelt gewesen sein. Daraufhin seien die "Gewalttätter" nach Syrien zurückgeschickt worden, hieß es von der Lagerverwaltung. 

Nach Angaben örtlicher Vertreter wurden "Hunderte" nach Syrien abgeschoben. Das habe die Auswertung von Videoaufzeichnungen ergeben. Es seien zwischen 600 und 700 Menschen in das Bürgerkriegsland zurückgebracht worden. Ein anderer Sprecher nannte der Agentur Reuters die Zahl von 400.

Regierung dementiert

Das türkische Außenministerium wies sämtliche Darstellungen zurück. Niemand sei gegen seinen Willen abgeschoben worden, sagte ein Außenamtssprecher. Die Zahl der "Rückkehrer" liege eher bei 50 bis 60.

Millionen Syrer sind auf der Flucht, 200.000 davon haben in der Türkei Schutz gefunden. Das UN-Flüchtlingshilfswerk zeigte sich besorgt über die Berichte von Gewalt und Abschiebungen. Man stehe in direktem Kontakt mit den Behörden, sagte eine Sprecherin in Genf.

Ärztinnen leisten Nothilfe für schwerverletzte Studenten in Damaskus (foto: AP von Video der Shaam News)

Ärztinnen leisten Nothilfe für schwerverletzte Studenten in Damaskus

Granaten schlagen in der Universität ein

In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind nach Angaben des Staatsfernsehen zwölf Studenten beim Einschlag von Mörsergranaten getötet worden. Die Geschosse seien in eine Mensa der Universität im Stadtzentrum eingeschlagen, berichteten zwei staatliche Fernsehsender am Donnerstag. In der Nähe befinden sich unter anderem die Residenz von Präsident Baschar al-Assad, das Verteidigungsministerium und die Zentrale der Staatsmedien. Auf Fernsehbildern waren zahlreiche Verletzte zu sehen.

Die syrische Führung machte die Rebellen für den Angriff auf das Universitätsgebäude verantwortlich. Die Opposition meinte hingegen, Regierungstruppen hätten in der Nähe Rebellengebiete beschossen. Eine unabhängige Überprüfung der Berichte war zunächst nicht möglich.

SC/gmf (rtr, afp, AP)