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Reise

Türkei: Reisemarkt schrumpft weiter

Nach zahlreichen Terroranschlägen und dem Putschversuch in der Türkei setzt sich der Rückgang der Tourismuseinnahmen weiter fort.

Im dritten Quartal gingen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 32,7 Prozent zurück. Das gab das Statistikamt Türkstat am Montag bekannt. Im zweiten Quartal hatte die Branche bereits einen Rückgang 35 Prozent zu verkraften. 

Nach Angaben des türkischen Tourismusministeriums sorgen ausländische Urlauber immer noch für mehr als 70 Prozent des türkischen Tourismuseinkommens. Die Reisebranche ist einer der wichtigsten Devisenbringer der Türkei, die unter einem chronischen Außenhandelsdefizit leidet.

Deutsche Besucher liegen weiterhin an der Spitze. Im September kamen aber mehr als 36 Prozent weniger Bundesbürger ins Land als im Vorjahresmonat. 

Die zahlreichen Terroranschläge und die Folgen des Putschversuchs im Juli 2016 verunsichern die Urlauber. Sie machen wegen der angespannten Sicherheitslage einen Bogen um die Türkei. Denn auch Urlauber waren Opfer von Attentaten, so etwa Deutsche in Istanbul Anfang des Jahres. Und im Juni starben 45 Menschen bei einem Angriff  auf den internationalen Atatürk-Flughafen in Istanbul. Die Verhängung des Ausnahmezustands nach dem gescheiterten Putsch sorgt nun für eine weitere Verschärfung der Krise. Ein Ende des Abwärtstrends auf dem Tourismussektor ist nicht abzusehen.

at/ks (dpa)