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Razzien in der Türkei

Türkei nimmt mehr als 1800 Terrorverdächtige in einer Woche fest

Innerhalb weniger Tage haben türkische Sicherheitskräfte 1829 Terrorverdächtige gefasst, darunter mutmaßliche Anhänger des "Islamischen Staates", aber auch der kurdischen Arbeiterpartei PKK und der Gülen-Bewegung.

Türkei Razzien gegen mutmaßliche IS-Kämpfer (picture-alliance/AP Photo)

Die Großrazzia gegen mutmaßliche IS-Kämpfer war einer der bisher größten Einsätze gegen die Terrorgruppe in der Türkei

Die meisten mutmaßlichen Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) seien bei einer Großoperation am Sonntag festgenommen worden, teilte das türkische Innenministerium mit. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete von 763 mutmaßlichen IS-Kämpfern, das Innenministerium von 820. Bei parallelen Razzien in 29 der 81 Provinzen des Landes wurden auch Waffen, Munition und Dokumente beschlagnahmt.

Die türkische Führung macht den "Islamischen Staat" für zahlreiche Terroranschläge im Land verantwortlich. Der IS bekannte sich zudem zu dem Anschlag auf den Istanbuler Club Reina vor etwas mehr als einem Monat. In der Silvesternacht hatte ein Angreifer im Club um sich geschossen und 39 Menschen getötet. Die Polizei nahm im Anschluss zahlreiche Verdächtige in Untersuchungshaft, der aus Usbekistan stammende Hauptverdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam. Ob die aktuellen Razzien gegen den IS im Zusammenhang mit dem Reina-Angriff stehen, ist unklar.

Weitere Einsätze der vergangenen Woche richteten sich nach Angaben des Innenministeriums gegen mutmaßliche Mitglieder der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, der Gülen-Bewegung und gegen linksradikale Gruppen. Die türkische Regierung macht den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch von Juli 2016 verantwortlich. Die Gülen-Bewegung gilt in der Türkei als Terrororganisation. Gülen wies alle Beschuldigungen mehrfach zurück.

hk/kle (dpa, afp)

 

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