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Welt

Türkei greift PKK-Ziele im Nordirak an

Die türkische Luftwaffe hat Stellungen der kurdischen Rebellen im Norden des Irak attackiert. Mit der Operation reagierte Ankara auf einen schweren Angriff von PKK-Kämpfern auf einen Militärkonvoi.

Türkische Luftwaffe (Archivfoto: dpa)

Schlagkräftig: Die türkische Luftwaffe (Archivfoto)

Die türkische Luftwaffe hat am Donnerstag (18.08.2011) Angriffe auf Stellungen kurdischer Rebellen im Nordirak bestätigt. Dabei handelte es sich um eine Reaktion der Türkei auf einen folgenschweren Angriff der kurdischen Untergrundorganisation PKK.

Die Militäraktion richtete sich unter anderem gegen Ziele in den nordirakischen Kandil-Bergen. Dort wird das Hauptquartier der PKK vermutet. Die Armee kündigte an, der Einsatz werde weitergehen, bis die PKK handlungsunfähig sei. Die Gruppierung wird sowohl von der Türkei als auch von der Europäischen Union und den USA als Terrororganisation eingestuft.

Die irakische Regierung hielt sich mit Kritik zurück. Ein Sprecher von Ministerpräsident Nuri al-Maliki verurteilte die türkischen Attacken zwar als Angriff auf die Souveränität des Landes, zugleich kritisierte er aber auch jegliche terroristische Angriffe gegen benachbarte Länder.

Auge um Auge

Recep Tayyip Erdogan (Foto: dapd)

Ministerpräsident Erdogan verurteilte die Angriffe scharf

Am Mittwochmorgen hatten PKK-Kämpfer im Südosten der Türkei nahe der Grenze zum Irak einen Armeekonvoi angegriffen. Nach Militärangaben wurden dabei acht Soldaten und ein Milizionär getötet. Es war einer der folgenschwersten Vorfälle im Rahmen des Kurden-Konflikts seit Jahren.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte daraufhin erklärt, die Täter müssten dafür "den Preis zahlen". Weitere Worte seien nicht nötig, so Erdogan.

Mehr Autonomie

Die PKK hat im Nordirak mehrere Lager, von denen aus sie immer wieder Angriffe in der benachbarten Türkei verübt. Seit Anfang der 1980er Jahre kämpft die PKK für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete. In dem Konflikt wurden nach Angaben der türkischen Armee bislang mehr als 42.000 Menschen getötet.

Autorin: Milena Furman (dpa, dapd)
Redaktion: Christian Walz

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