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Aktuell Welt

Türkei fängt Passagier-Flugzeug ab

Türkische Kampfjets haben eine syrische Passagiermaschine auf dem Weg von Russland nach Syrien zur Landung in Ankara gezwungen. Geheimdienst-Mitarbeiter hatten zuvor von einer möglichen Waffenlieferung gesprochen.

Kampfjets vom Typ F-16 fingen die Maschine beim Eintritt in den türkischen Luftraum ab und eskortierten sie zum Flughafen der Hauptstadt. Das Flugzeug mit 35 Passagieren an Bord war auf dem Weg von Moskau nach Damaskus. Nach Angaben von Außenminister Ahmet Davutoglu wurde an Bord der Maschine "illegale Ladung" gefunden, die beschlagnahmt wurde.

Russland ist der wichtigste Waffenlieferant des Regimes von Machthaber Baschar al-Assad. Die Türkei, einst ebenfalls ein Assad-Verbündeter, steht inzwischen auf der Seite der Rebellen. Das Land beherbergt mehr als 90.000 syrische Flüchtlinge.

Warnung vor syrischem Luftraum

Gleichzeitig warnten die türkischen Behörden die Fluggesellschaften des Landes davor, den syrischen Luftraum zu durchqueren. Der Luftraum über Syrien sei wegen der Unruhen im Nachbarland und wegen der in den vergangenen Tagen eskalierten Spannungen zwischen der Türkei und Syrien nicht mehr sicher, erklärte das Außenministerium in Ankara. Der Pilot einer Maschine der halbstaatlichen Fluggesellschaft Turkish Airlines mit Mekka-Pilgern an Bord unterbrach nach der Warnung den Flug, weil die Maschine über Syrien nach Saudi-Arabien fliegen sollte. Er landete das Flugzeug außerplanmäßig im südtürkischen Adana.

Nach dem Beschuss von türkischem Territorium durch syrische Artillerie und türkischen Vergeltungsschlägen in den vergangenen Tagen ist die Situation an der türkisch-syrischen Grenze sehr angespannt. Der türkische Generalstabschef Necdet Özel drohte Syrien mit "noch heftigeren" Reaktionen, falls der Beschuss anhalten sollte.

se/fab (rtr, dpa, dapd)