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Aktuell Nahost

Tödliches Attentat auf Richter und Staatsanwalt in Idlib

Staatstreue Medien machen "Bewaffnete"- also Assad-Gegner - für die Bluttat in der syrischen Protesthochburg verantwortlich. Doch Oppositionelle vermuten, dass es sich um einen Anschlag des Regimes in Damaskus handelte.

Bewaffnete haben laut einem Bericht der Nachrichtenagentur SANA im Nordwesten des Landes einen ranghohen Staatsanwalt und einen Richter getötet. Die Täter hätten in der Stadt Idlib das Feuer auf ein Auto eröffnet, in dem die beiden Männer saßen. Zudem sei ihr Fahrer erschossen worden. Oppositionelle vermuten, dass es sich um ein gezieltes Attentat des syrischen Regimes handelte, da sowohl der Staatsanwalt der Provinz Idlib als auch der Richter "Revolutionäre verteidigt" hätten. Aufständische kontrollieren Teile der Provinz, die an die Türkei grenzt. Sie ist eine der Regionen, die vom Vorgehen der Truppen der Regierung von Präsident Baschar Al-Assad besonders betroffen ist.

Die Truppen der syrischen Führung setzten unterdessen ihre Angriffe auf die Stadt Homs und in anderen Provinzen des Landes fort. In Homs attackierten sie vor allem das Viertel Baba Amr, das schon seit Monatsbeginn beschossen wird. In der Stadt Al-Suchna an der Straße zwischen Deir as-Saur und Palymra wurde nach Angaben von Aktivisten eine Frau Opfer von um sich schießenden Angehörigen der Sicherheitskräfte. Zudem hätten mehrere Menschen Verletzungen erlitten. Die oppositionellen Revolutionskomitees haben für diesen Sonntag zu einem Generalstreik in der Hauptstadt Damaskus aufgerufen. Am Samstag waren ihren Angaben zufolge wieder mindestens 23 Menschen von Assad-treuen Einheiten getötet worden.

Kairo zieht Botschafter ab

Inzwischen hat Ägypten seinen Botschafter aus der syrischen Hauptstadt Damaskus abberufen. Wie die ägyptische Nachrichtenagentur MENA berichtet, wurde die Entscheidung beim jüngsten Besuch des Botschafters in Kairo getroffen. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.

sti/qu (dapd, dpa)

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