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Aktuell Europa

Tödlicher Messerangriff in schwedischem Flüchtlingsheim

In einem Heim für minderjährige Asylbewerber in Schweden ist eine 22-jährige Mitarbeiterin mit einer Stichwaffe tödlich verletzt worden. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter festnehmen.

Die Mitarbeiterin des Flüchtlingsheimes sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, teilte die Polizei mit. Der Vorfall ereignete sich in Mölndal in der Nähe der Küstenstadt Göteborg. Zur Identität und Staatsangehörigkeit des mutmaßlichen Täters machte die Polizei keine näheren Angaben. Sie äußerte sich auch nicht zu der Frage, was die Attacke ausgelöst haben könnte.

In dem Heim im Westen des Landes sind 14- bis 17-jährige Asylbewerber untergebracht, die keine erwachsenen Begleitpersonen haben. Der schwedische Polizeichef Dan Eliasson sagte, in Asylbewerberheimen gebe es zahlreiche "Verstöße gegen die öffentliche Ordnung". Dadurch würden mancherorts "beträchtliche Ressourcen der Polizei gebunden".

Deutlich mehr Gewaltakte in Heimen

Nach Angaben der nationalen Agentur für Migration stieg die Zahl der gemeldeten Gewaltdrohungen oder Akte von Gewalt in den Flüchtlingszentren des Landes 2015 auf 322. Das ist mehr als das Zweifache der Fälle des Jahres 2014.

Im vergangenen Jahr gelangten rund 163.000 Asylbewerber nach Schweden – doppelt so viele wie 2014. Rund 35.000 Asylanträge wurden von unbegleiteten Minderjährigen gestellt, die meisten davon aus Afghanistan. Gemessen an seiner Einwohnerzahl von rund 9,8 Millionen Menschen zählt Schweden zu den europäischen Ländern mit dem höchsten Anteil an eintreffenden Flüchtlingen. Im November führte das Land daher wieder Grenzkontrollen ein.

kle/hf (afpd, dpae)