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Aktuell Nahost

Tödlicher IS-Terror im Jemen

Die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" hat die Verantwortung für einen Autobomben-Anschlag in Jemens Hauptstadt Sanaa mit vielen Toten übernommen. Er galt offenbar zwei Anführern der schiitischen Huthi-Rebellen.

Bei dem Attentat kamen mindestens 28 Menschen ums Leben. Es galt nach Angaben aus Sicherheitskreisen den Huthi-Anführern Faisal und Hamid Dschajasch. In deren Haus sollen zum Zeitpunkt der Explosion viele Menschen zu einer Trauerfeier für einen Verwandten versammelt gewesen sein. Zu den Todesopfern zählten den Angaben zufolge auch acht Frauen. Laut Augenzeugen riegelten Huthi-Rebellen den Anschlagsort im Stadtzentrum von Sanaa ab.

Anschläge auf Schiiten

In einer im Internet veröffentlichten Erklärung übernahm die sunnistische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) die Verantwortung für das Attentat. Der IS verkündete, sein Anschlag habe sich gegen ein "schiitisches Nest" in Sanaa gerichtet. Die sunnitische Dschihadistenorganisation betrachtet Schiiten als Ketzer und verübt immer wieder Anschläge auf schiitische Ziele. Erst am Freitag waren bei einem Anschlag in einer Moschee in Kuwait 26 Menschen getötet und mehr als 220 verletzt worden.

Straßenschlachten in Aden

Im Jemen flammten auch in anderen Teilen des Landes wieder heftige Kämpfe auf. Aus den Städten Aden und Taiz wird von erbitterten Straßenschlachten mit schweren Waffen berichtet. Weiterhin So erklärten die Huthi-Einheiten, sie hätten eine Rakete auf eine saudi-arabische Militärbasis in der Region von Rias abgefeuert. Saudi-Arabien äußerte sich bislang nicht zu diesen Angaben.

Monatelange Kämpfe

Im Jemen kämpfen die schiitischen Huthi-Rebellen seit mehreren Monaten mit den Anhängern des nach Saudi-Arabien geflohenen Staatschef Abd Rabbo Mansur Hadi. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz aus hauptsächlich sunnitischen Ländern Arabiens fliegt seit Ende März Luftangriffe auf die Rebellen im Jemen.

cw/mak (afp, ape)