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Politik

Tödliche Unfälle in der Raumfahrt

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Die Challenger-Katastrophe von 1986

Immer wieder hat es in der Geschichte der bemannten und unbemannten Raumfahrt folgenschwere Unfälle gegeben.
Bis zum Columbia-Unglück vom Samstag (1.2.2003) starben 14 Raumfahrer - zehn amerikanische und vier sowjetische - auf ihren Missionen. Über die wirkliche Zahl von Opfern unter ihren Kosmonauten und Mitarbeitern am Boden hat die Sowjetunion jedoch keine Angaben gemacht. Es gab
wiederholt Spekulationen über weitere Unfälle mit Todesopfern, die aber selten offiziell bestätigt wurden.

Raumfahrtunfälle mit getöteten Astronauten:

27.1.1967 - Bei einem Bodentest verbrennen die drei amerikanischen Astronauten Virgil Grissom, Edward White und Roger Chaffee in ihrer Apollo-Raumkapsel am Kap Kennedy. Ein Funke hatte die mit reiner Sauerstoffatmosphäre gefüllte Kapsel in Brand gesetzt.

24.4.1967 - Der sowjetische Kosmonaut Wladimir Komarow zerschellt nach der Rückkehr aus dem Weltraum mit seinem außer Kontrolle geratenen Raumschiff Sojus 1 auf der Erde. Das Fallschirmsystem hatte versagt.

29.6.1971 - Bei der Rückkehr des sowjetischen Raumschiffes Sojus 11 von den Saljut-Raumstation wird die Besatzung - Georgi Dobrowolski, Wladislaw Wolkow und Viktor Pazajew - in ihrer Kapsel tot aufgefunden. Es war zu einem jähen Kompressionsabfall gekommen.

28.01.1986 - Kurz nach dem Start in Cape Canaveral explodiert die Raumfähre Challenger und stürzt in den Atlantik. Sechs Astronauten und die Lehrerin Christa McAuliffe kommen ums Leben. Unglücksursache: Eine fehlerhafte Dichtung zwischen Segmenten einer Antriebsrakete.

Tote bei Raketenunglücken am Boden:

23.10.1960 - Im Raumfahrtzentrum Baikonur explodiert eine SS-7-Rakete, die eine Sonde ins All befördern soll. 165 Menschen sterben.

18.03.1980 - In der sowjetischen Raumfahrtbasis Plessezk explodiert eine Wostok-Rakete während des Auftankens. 50 Soldaten werden sofort getötet. Neun weitere Menschenleben soll eine Raketenexplosion in Plessezk am 26. Juni 1973 gefordert haben.

26.01.1995 - Nach missglücktem Start zerbersten in China eine Rakete vom Typ "Langer Marsch 2E" und der Telekommunikationssatellit "Apstar 2". Die Trümmer erschlagen sechs Menschen.

15.02.1996 - Wenige Sekunden nach dem Start vom Raumfahrtzentrum Xichang explodiert eine chinesische Rakete vom Typ "Langer Marsch 3B" und stürzt auf mehrere Häuser. Nach offiziellen Angaben sterben sechs Menschen, inoffizielle Quellen sprechen von mehr als 100 Toten.

  • Datum 01.02.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3E65
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