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Kultur

Tödliche Schlammlawine auf den Philippinen

Ein schwerer Taifun hat auf den Philippinen einen riesigen Vulkanhang ins Rutschen gebracht, der zahlreiche Dörfer verschüttete. Bisher werden 400 Tote gemeldet - die Opferzahl könnte noch steigen.

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Durch die Schlammlawine am Hang des philippinischen Vulkans Mayon sind wahrscheinlich mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen, wie die Behörden am Freitag (1.12.2006) mitteilten. Dutzende würden in der Region rund 330 Kilometer südlich von Manila weiterhin vermisst, die Opferzahl könnte deshalb noch steigen. Viele der Dörfer am Rand des Vulkans Mayon sind völlig von der Außenwelt abgeschnitten.

Ausgelöst wurden die Schlammlawinen durch die schweren Regenfälle des Taifuns "Durian", der am Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von teilweise 225 Kilometer in der Stunde von Osten her über die Philippinen hereingebrochen war. Er schwächte sich anschließend ab.

Auch nach Angaben von Gouverneur Ferenando Gonzales werden noch Dutzende Menschen unter den vom Schlamm zerdrückten Häusern vermutet. "Die Situation ist furchtbar. Wir haben nur Angaben aus zwei Dörfern, aber es sind ja viel mehr Gegenden betroffen", sagte er in einem Radiointerview.

Schon der vierte schwere Sturm

Auch aus anderen Regionen wurden zahlreiche Unfälle und Sturmschäden gemeldet, aber keine Todesopfer. Das Rote Kreuz werde möglicherweise um internationale Hilfe bitten müssen, um alle Opfer betreuen zu können, sagte der Leiter der Organisation auf den Philippinen, Richard Gordon.

"Durian" war der vierte schwere Taifun, der die Philippinen seit Ende September heimgesucht hat. Mehr als 250 Menschen waren bereits vor der jüngsten Katastrophe ums Leben gekommen. (kas)

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