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Aktuell Nahost

Syrische Regierungstruppen erobern Palmyra zurück

Die Oasenstadt Palmyra ist vollständig von der Terrormiliz IS befreit worden. Das meldet das staatliche syrische Fernsehen. Die Armee habe die antike Stadt zurückerobert.

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Assad-Armee befreit Palmyra vom IS

Die syrische Armee und die mit ihr verbündeten Milizen hätten die volle Kontrolle über die für ihre antiken Ausgrabungsstätten berühmte Wüstenstadt, meldete das Fernsehen. Auch die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, das Hauptkontingent der Dschihadistenmiliz IS sei aus der Stadt Richtung Osten abgezogen. Lediglich in östlichen Stadtteilen habe es am Morgen noch Kämpfe gegeben.

Wichtiger militärischer Erfolg für die syrische Armee

Zitadelle von Palmyra (Foto: Reuters/Sana)

Die UNESCO will eine Kommission nach Palmyra schicken, die die Kriegsschäden sichten soll

Sowohl die Ausgrabungsstätten als auch die angrenzenden Wohngebiete seien wieder unter Kontrolle der Armee, sagte ein Militärvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Die IS-Kämpfer seien in ihre Hochburgen Suchnah, Rakka und Deir Essor im Osten und Norden Syriens zurückgewichen, fügte er hinzu. Experten der Armee seien dabei, dutzende Sprengsätze und Minen in der antiken Stadt zu entschärfen. Die Einnahme von Palmyra wäre ein wichtiger militärischer Erfolg für die syrische Armee.

Die IS-Miliz hatte Palmyra im vergangenen Mai erobert und die Welt in den folgenden Monaten durch brutale Hinrichtungen und die Zerstörung mehrerer antiker Tempel, Grabmäler und Skulpturen schockiert, die von der UN-Kulturorganisation UNESCO als Weltkulturerbe geführt wurden. Am 7. März startete die syrische Armee dann mit Unterstützung der russischen Luftwaffe eine Offensive zur Rückeroberung der nordöstlich von Damaskus gelegenen Stadt.

Mögliche Wiedererrichtung der Denkmäler

Die UNESCO will sobald wie möglich eine Kommission zur Sichtung der Kriegsschäden in der historischen Stadt entsenden. Die Organisation werde am 4. April über einen Besuch beraten, sagte die russische UNESCO-Vertreterin Eleonora Mitrofanowa in Moskau. Die Kommission soll auch über eine mögliche Wiedererrichtung zerstörter Denkmäler beraten. "Erst brauchen wir einen völligen Überblick. Die Terroristen haben den berühmten Triumphbogen sowie antike Tempel und Statuen zerschlagen und einen Teil der Anlage vermint", sagte Mitrofanowa im Rundfunk.

pg/mak (afp, rtr, dpa)

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