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Brüchige Feuerpause

Syrische Rebellen frieren Gespräche über Friedensverhandlungen ein

Eigentlich soll es noch im Januar Friedensgespräche zu Syrien geben. Jetzt ist fraglich, ob es dazu kommt - die Rebellen haben die Vorbereitungen gestoppt. Als Grund nannten sie andauernde Verstöße gegen die Waffenruhe.

In einer gemeinsamen Erklärung begründeten mehrere Rebellengruppen den Schritt mit "anhaltenden Verstößen" der Regierungstruppen gegen die seit vier Tagen geltende Waffenruhe. Es würden "alle Gespräche in Bezug auf die Verhandlungen eingefroren", hieß es. 

Die insgesamt zwölf Gruppen der moderaten Freien Syrischen Armee (FSA) betonten in der Erklärung, ihre Milizen hätten sich an die landesweite Feuerpause gehalten. Das syrische Regime und seine Verbündeten hätten jedoch immer wieder dagegen verstoßen.

Friedensgespräche in Kasachstan geplant

Bislang war vorgesehen, dass sich Regierung und Rebellen noch im Januar zu Friedensgesprächen in Kasachstans Hauptstadt Astana treffen. Als Vermittler treten dabei Russland, die Türkei und der Iran auf.

Die Waffenruhe war von diesen beiden Ländern ausgehandelt worden und in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Trotzdem wurde in einigen Landesteilen weiter gekämpft.

Immer wieder Gefechte und Luftangriffe

Schauplatz neuer Kämpfe war insbesondere die strategisch wichtige Region Wadi Barada nahe der Hauptstadt Damaskus. Dort flogen Regierungstruppen auch am Montag Luftangriffe gegen Rebellen, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte.

Durch das Talgebiet von Wadi Barada fließt der Barada-Fluss nach Damaskus, er ist eine der wichtigsten Quellen für die Wasserversorgung. Die Regierung wirft den Rebellen vor, der Hauptstadt das Wasser abzudrehen.

Durch die anhaltenden Angriffe in Wadi Barada und der Region Ost-Ghuta würden "die Leben hunderttausender Menschen bedroht", erklärten die Rebellen. Der Vormarsch der Regierungstruppen und ihrer Verbündeten verstoße gegen die Waffenruhe. Sollten die Attacken nicht gestoppt werden, werde das Abkommen "als null und nichtig" betrachtet.

gri/wo (afp, dpa)

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