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Aktuell Nahost

Syrische Opposition ringt weiter um Geschlossenheit

Um der Bevölkerung in Syrien zu helfen, wäre internationale Geschlossenheit notwendig. Doch schon für die syrische Opposition ist es schwierig, die Reihen zu schließen.

So hat sich die Opposition bei ihrem Treffen in Istanbul ein weiteres Mal nicht dazu durchringen können, liberale Kräfte stärker zu integrieren. Die 60 Mitglieder umfassende Syrische Nationalkoalition lehnte es bis zum Montagmorgen ab, dem als liberal geltenden Block des Oppositionspolitikers Michel Kilo mehr Gewicht zuzugestehen. Aus Kreisen der Opposition war zu hören, Kilos Bündnis habe lediglich fünf Sitze angeboten bekommen. Die Gruppe will dem Vernehmen nach in Kürze entscheiden, ob sie ihre Teilnahme an der Konferenz beendet. Arabische und westliche Beobachter zeigten sich enttäuscht.

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Ölembargo soll syrischer Opposition helfen (22.04.2013)

Damit verschärfte sich die Krise in der tief gespaltenen syrischen Opposition wenige Stunden vor dem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel zu Syrien weiter. Besorgt über den wachsenden Einfluss von Islamisten in den Reihen der Rebellen haben die USA die syrische Opposition zu einer Einigung im Vorfeld der Konferenz und zur verstärkten Aufnahme gemäßigter Kräfte bewegen wollen.

Mehr Frauen, mehr junge Leute

Auch andere westliche Staaten machen ihre Unterstützung für die Opposition davon abhängig, dass in die Nationale Syrische Koalition mehr Frauen, junge Leute und liberale Kräfte einziehen. Denn zuvor schon hatten Muslimbrüder das Schwergewicht in dem Bündnis gebildet.

Wie die oppositionelle Website "Zaman al-Wasl" meldete, wurde neben dem Dissidenten Kilo aus einer Liste von 21 Kandidaten auch der Schauspieler Dschamil Suleiman ausgewählt. Im Laufe des Montags wollte die Koalition auch noch einen neuen Vorsitzenden wählen. Die Konferenz in Istanbul war ursprünglich nur bis Sonntag anberaumt. Mitglieder der Koalition sollen an den Friedensverhandlungen mit einer Delegation des Regimes von Präsident Baschar al-Assad teilnehmen, die möglicherweise am 12. Juni in Genf beginnen könnten.

ml/kle (dpa, rtr)

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