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Aktuell Europa

Syrische Flüchtlinge vor Zyperns Küste gerettet

Vor der Küste Nordzyperns sind etwa 250 syrische Flüchtlinge in einem Fischerboot aus Seenot gerettet worden. Das Schiff mit vielen Kindern an Bord wurde offenbar von einem Sturm überrascht.

Die Mannschaft konnte nach Angaben türkischer Behörden noch rechtzeitig einen Notruf absetzen, als sich das Schiff 300 Meter vor der Küste befand. 13 Flüchtlinge seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Vermutlich wollten die Flüchtlinge eigentlich nach Italien gelangen. Das EU-Mitglied Zypern liegt zwar nur hundert Kilometer von der syrischen Küste entfernt, doch versuchen die meisten Bürgerkriegsflüchtlinge in andere EU-Staaten zu gelangen.

Im gesamten Mittelmeer sind an diesem Wochenende mehr als tausend Flüchtlinge aus Seenot gerettet worden. Die italienische Küstenwache nahm am Samstag fast 700 Flüchtlinge auf, die sich auf einem Schiff versteckt hatten, das den Fischfang in einem Korridor zwischen Libyen und Sizilien überwacht.

Zahl der Bootsflüchtlinge nach Europa steigt

Auch die libysche Küstenwache kam hunderten Flüchtlingen in Seenot zu Hilfe. Über deren Nationalität wurde nichts mitgeteilt. Es sind aber in der Regel Afrikaner, die auf ein besseres Leben in Europa hoffen. Sie nehmen immer höhere Risiken auf sich, um in einem EU-Land einen Asylantrag stellen zu können.

So steigt die Zahl der Flüchtlinge, die mit unsicheren Booten versuchen, von Afrika aus nach Europa zu gelangen. Durch die Konflikte im Nahen Osten sowie in Ost- und Zentralafrika kamen dabei in diesem Jahr nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration etwa 3000 Menschen ums Leben. Europa reagiert darauf bislang mit Abschottung.

hf/ml (afp,ap)