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Aktuell Deutschland

Syrische Flüchtlinge demonstrieren gegen Sexismus

Die Übergriffe von Silvester wirken nach: In Köln demonstrierten Flüchtlinge gegen Gewalt an Frauen. In Düsseldorf gab es eine Razzia gegen nordafrikanische Banden und in Stuttgart lauten Protest gegen Rassismus.

Direkt am Bahnhof vor dem Dom, wo es in der Silvesternacht massenhaft Angriffe auf Frauen gab, setzten Flüchtlinge aus Syrien ein Zeichen gegen sexuelle Gewalt. Unter dem Motto "Syrer gegen Sexismus" demonstrierten nach Angaben der Veranstalter 400 Menschen gegen sexistische Übergriffe und Gewalt gegen Frauen.

"Nicht unsere Werte"

Mit der Aktion auf dem Bahnhofsplatz sollte ein deutliches Zeichen gegen die Vorfälle in der Silvesternacht in der Domstadt gesetzt werden, wie es auf einigen Transparenten hieß. Nach Angaben eines Polizeisprechers verlief die angemeldete rund zweistündige Aktion friedlich und ohne Störungen.

Die Veranstalter betonten, dass sie die Vorkommnisse in der Silvesternacht verurteilten. In dem Aufruf zu der Demonstration hieß es, die kriminellen Angreifer, die Frauen sexuell belästigt, bedroht und bestohlen hatten, "repräsentieren nicht unsere Werte und unsere Kultur". Die Demonstranten sprachen sich für harte Strafen gegen die Täter und ihre Abschiebung aus Deutschland aus.

Tausende demonstrieren gegen Rassismus

Kundgebung gegen Rassismus und Gewalt in Stuttgart (Foto: dpa)

Auf dem Stuttgarter Schlossplatz kamen Tausende zusammen

In Stuttgart protestierten rund 7000 Menschen bei einer Kundgebung auf dem Schlossplatz gegen Rassismus und Gewalt. Aufgerufen dazu hatte ein Bündnis aus mehr als 80 Organisationen. "Ob es sich um feige Brandanschläge auf Asylbewerberheime handelt, um Jagd auf Ausländer oder um sexistische Gewalt: Wir zeigen dem die rote Karte", sagte der evangelische Landesbischof von Württemberg, Frank Otfried July, vor den Demonstranten.

Die stellvertretende Vorsitzende des Deutsche Gewerkschaftsbunds Baden-Württembergs, Gabriele Frenzer-Wolf, warnte davor, den anstehenden Landtagswahlkampf in auf dem Rücken der Flüchtlinge auszutragen.

Großrazzia im "Maghreb-Viertel"

In Düsseldorf durchsuchte die Polizei mit mehreren Hundert Beamten ein Viertel rund um den Bahnhof, das als Rückzugsort vor allem nordafrikanischer Banden gilt. Aufklärungsergebnisse hätten ergeben, "dass sich hier zu bestimmten Zeiten Personen treffen und aufhalten, die im Verdacht stehen, Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie Straßenraub- aber auch Drogendelikte zu begehen", hieß es zur Begründung. Auch die Bundespolizei und städtische Behörden beteiligten sich an dem Großeinsatz im sogenannten "Nordafrika-" oder "Maghreb-Viertel". Ergebnisse der Razzia sollen an diesem Sonntag bekanntgegeben werden.

Razzia in Düsseldorfs Maghreb-Viertel (foto: dpa)

Großrazzia im Düsseldorfer "Maghreb-Viertel"

Allein aus Nordafrika halten sich nach einer kürzlich vorgelegten Polizeibilanz gut 2200 mutmaßliche Diebe in Düsseldorf auf. Vor allem Nordafrikaner sollen auch für die Übergriffe auf Frauen an Silvester in Köln verantwortlich sein. Die Politik diskutiert derzeit über Möglichkeiten, straffällige Marokkaner, Algerier und Tunesier leichter abzuschieben und ihre Länder zur Zurücknahme zu bewegen.

cw/SC (dpa, epd)

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