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Aktuell Nahost

Syrische Armee startet Offensive im Süden

Das syrische Militär stößt auf Stützpunkte der Rebellen im Süden des Landes vor. Es ist dort die erste große Offensive der Regierungstruppen seit Beginn der russischen Luftangriffe im September.

Syrische Regierungstruppen (Foto: Getty)

Ein syrischer Regierungssoldat in der Provinz Deraa (Archivbild)

Einer der größten Stützpunkte der Gegner von Präsident Baschar al-Assad, die Stadt Scheich Maskin, sei bereits erobert worden, teilte das syrische Militär im staatlichen Fernsehen mit. Anfang des Jahres hatten Rebellen die Stadt eingenommen. Sie liegt an wichtigen Versorgungsrouten der Armee zwischen der Hauptstadt Damaskus und der Provinz Deraa nahe der Grenze zu Jordanien.

An dem Einsatz waren vermutlich russische Kampfjets beteiligt, teilte die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Bis vor kurzem konzentrierte sich Russland auf Ziele im Nordwesten Syriens und an der Küste. Bei den Gefechten seien die Truppen des Militärs von Kämpfern der libanesischen Hisbollah unterstützt worden, so die Beobachtungsstelle, deren Angaben nicht von unabhängiger Seite überprüft werden können. An der Seite der Rebellen kämpften auch Mitglieder der Al-Nusra-Front, dem syrischen Ableger der Terrororganisation Al-Kaida.

Assads Position vor Genfer Gesprächen gestärkt

Scheich Maskin war neben der Stadt Nawa eine Hochburg der Rebellen in der Region. Die Provinz Deraa gilt als Ursprungsort der Revolution gegen Machthaber Assad. Die gleichnamige Provinzhauptstadt ist überwiegend in der Hand der Rebellen. Regierungstruppen besetzten jedoch einzelne Stadtteile. Die Eroberung Scheich Maskins durch das Militär könnte die Position Assads in den bevorstehenden Friedensverhandlungen in Genf im nächsten Monat stärken.

Assad versucht seit fast fünf Jahren einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. Seine Armee kämpft mittlerweile aber nicht nur gegen die Rebellen - sie ist auch mit der radikalislamischen Terrormiliz "Islamischer Staat" konfrontiert, die weite Teile Syriens kontrolliert. Mehr als 250.000 Menschen wurden seit Ausbruch des Konflikts getötet.

myk/jj (ap, afp, rtr)