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Syrien

Syrische Armee rückt weiter auf Dair as-Saur vor

Im Osten Syriens gerät die Terrormiliz "Islamischer Staat" weiter unter Druck. Regierungstreue Soldaten erzielten im Kampf um die Stadt Dair as-Saur mit Hilfe des russischen Militärs anscheinend wieder Geländegewinne.

Syrien Deir ez-Zor Geschütze (Getty Images/AFP/G. Ourfalian)

Syrische Artillerie wartet in der Provinz Dair as-Saur auf den nächsten Einsatz

Syrische Regierungseinheiten haben bei Gefechten mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) Boden gut gemacht. Der Gouverneur der östlichen Provinz Dair as-Saur, Mohammed Ibrahim Samra, sagte, die Truppen würden die vom IS belagerte Stadt gleichen Namens binnen 48 Stunden erreichen. Sie befänden sich nur noch 18 Kilometer vom Stadtrand entfernt.

Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte drangen die Einheiten sogar schon bis an den Stadtrand vor. Sie seien bei der Basis der Brigade 137 angekommen, die vom IS belagert wird. Die belagerten Soldaten im Inneren sowie ihre Kameraden von außen würden gegen die IS-Miliz kämpfen, die sich aber noch nicht zurückgezogen habe. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte stützt sich auf ein Netzwerk von Aktivisten in Syrien. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.

Die syrische Armee versucht mit Unterstützung des russischen Militärs derzeit, nach Dair as-Saur vorzustoßen, um der von den Dschihadisten seit 2015 belagerten Stadt zu Hilfe zu kommen. Parallel zu diesen Kämpfen bemüht sich eine kurdisch-arabische Allianz mit Unterstützung der USA, die IS-Hochburg Al-Rakka zu erobern. Dort stieß die Allianz bis in die Altstadt vor und übernahm die Kontrolle. Nach dem Fall der irakischen Stadt Mossul ist Al-Rakka die letzte Großstadt unter IS-Kontrolle.

Blutige Gefechte in Hama

Im Westen Syriens wurden bei Kämpfen zwischen syrischer Armee und der Dschihadistenmiliz IS am Samstag und Sonntage zusammen mehr als 150 Kämpfer getötet. Das teilte die Beobachtungsstelle mit. Demnach kamen in Kämpfen in und um die Stadt Akirbat in der Provinz Hama etwa 120 IS-Dschihadisten ums Leben, auf der Gegenseite starben mindestens 35 Kämpfer.

Die Stadt ist die letzte IS-Hochburg in der Provinz Hama, ansonsten kontrollieren die Dschihadisten dort nur noch eine Handvoll Dörfer. Regierungstreue Truppen hatten Akirbat Freitagnacht eingenommen, wurden dann aber durch eine Gegenoffensive des IS wieder weitgehend zurückgedrängt, wie der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, sagte. Unterstützt von Artilleriefeuer und Angriffen der syrischen und russischen Luftwaffe konnten die Dschihadisten am Sonntag aus der Stadt vertrieben werden.

kle/ml (afp, rtre, dpa)