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Aktuell Nahost

Syrische Armee rückt in Rebellenviertel von Homs ein

Nach fast vierwöchiger Belagerung rücken syrische Regierungstruppen in einen Stadtteil von Homs ein. Aktivisten berichten von heftigen Kämpfen. Die USA bereiten eine neue Resolution des UN-Sicherheitsrats vor.

Die Bodenoffensive gegen die Stadtteil Baba Amro habe bereits am Dienstagabend begonnen, verlautete aus syrischen Sicherheitskreisen. Oppositionelle berichten, Infanterieeinheiten versuchten offenbar den Stadtteil zu überrennen. Aus Militärkreisen hieß es dagegen, das Viertel sei bereits unter Kontrolle. Jetzt durchsuchten sie Soldaten Haus für Haus.

Angaben aus Baba Amro können nur schwer überprüft werden, da die syrische Regierung die Berichterstattung aus dem Land stark eingeschränkt hat. Homs und insbesondere Baba Amro stehen seit Anfang Februar unter heftigem Artillerie- und Raketenbeschuss.

Kämpfe auch in anderen Städten

Gewaltsame Zusammenstöße zwischen den Truppen den Regimes von Präsident Baschar al-Assad werden auch aus Aleppo gemeldet. Die von Rebellen beherrschte Stadt Rastan, nördlich von Homs, stehe weiter unter Beschuss. Nach Berichten syrischer Widerstandsgruppen marschierten Bodentruppen auch in die Stadt Halfaja in der Provinz Hama ein.

Unterdessen geht der Aderlass bei den Regierungstruppen weiter. Die Zahl der Deserteure steigt, allein am Dienstag seien fast 40 Deserteure in die Türkei geflohen, darunter mehrerer Offiziere, erklärten Aktivisten. In den Tagen zuvor seien durchschnittlich vier Soldaten über die Grenze gegangen.

USA setzen auf die humanitäre Karte

Im UN-Sicherheitsrat konzentrieren sich die USA nach Angaben von Diplomaten in ihrem neuen Resolutionsentwurf auf die humanitäre Lage in dem Land, um so die Unterstützung Russlands und Chinas zu gewinnen. Der Erfolg sei fraglich, weil auch in dem neuen Entwurf Assad und sein Regime für die Gewalt verantwortlich gemacht würden. Russland und China hatten dies stets zurückgewiesen. Bereits zwei Mal ist eine Resolution des Sicherheitsrates an ihrem Veto gescheitert.

Syrien verweigerte derweil der UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos, die Einreise. Die Britin war auf wunsch von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon unterwegs. Sie will mit den Behörden über die humanitäre Lage in den Land dikutieren und einen ungehinderten Zugang für helfer drängen.

gmf/SC ( dpa, afp, dapd, rtr)

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