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Aktuell Nahost

Syrische Armee greift weiter an

Trotz der bevorstehenden Waffenruhe geht in Syrien das Blutvergießen weiter. Die Regierungsarmee setzt ihre Angriffe auf Hochburgen der Opposition unvermindet fort. Die Zahl der Flüchtlinge nimmt zu.

Regimegegner berichteten, die Truppen von Präsident Baschar al-Assad hätten die Städte Duma nahe Damaskus, Homs und Rastan unter Beschuss genommen. Nach Mitteilung der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden allein in Homs mindestens zehn Menschen getötet. Landesweit habe es mindestens 35 Tote gegeben, unter ihnen 22 Zivilisten, neun Soldaten und vier Deserteure.

Annan und Ban fordert Ende der Gewalt

Bereits am Donnerstag hatten Oppositionelle über eine der gewaltsamsten Offensiven seit Beginn der Unruhen im März 2011 berichtet. Vertreter des Assad-Regimes verwiesen hingegen bei den Vereinten Nationen darauf, dass sich Truppen schon aus einigen umkämpften Gebieten zurückgezogen hätten.

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Syrien: Blutvergießen geht weiter

Der Syrien-Gesandte von UN und Arabischer Liga, Kofi Annan, auf dessen Initiative die Waffenstillstandsvereinbarung zurückgeht, forderte weitreichende Schritte, alle Formen der Gewalt bis zum kommenden Donnerstag zu beenden. An dem Tag soll nach einer 48-stündigen Übergangsphase der Waffenstillstand beginnen. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verlangte ein sofortiges und bedingungsloses Ende der Gewalt.

Die Opposition wirft dem Regime vor, es versuche, vor dem Waffenstillstand so viel Boden wie möglich gut zu machen. Westliche Länder zweifeln die Zusage Assads an, die Waffenruhe zu respektieren. Unklar ist auch, ob die "Freie Syrische Armee" der Aufständischen in der Lage ist, das Ende der Kämpfe in den eigenen Reihen durchzusetzen.

Lager für Syrien-Flüchtlinge in der Türkei (Foto.Reuters)

Lager für Syrien-Flüchtlinge in der Türkei

Vor der anhaltenden Gewalt flüchten immer mehr Syrer in die Nachbarstaaten. Allein am Donnerstag suchten nach offiziellen Angaben 2800 Menschen Schutz in der Türkei. Nach Angaben der Regierung in Ankara spitzt sich die humanitäre Krise im Grenzgebiet zu Syrien zu. Wegen der größer werdenden Zahl von Flüchtlingen sowie der syrischen Militäreinsätze habe der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu UN-Generalsekretär Ban Ki Moon telefonisch gebeten, Vertreter zu entsenden, teilte ein Sprecher in Ankara mit. Insgesamt seien nun etwa 24.000 Flüchtlinge in der Türkei.


wl/fab (dpa,rtr,afp, dapd)

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