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Aktuell Nahost

Syrische Armee akzeptiert Feuerpause

In Syrien sollen die Waffen zum islamischen Opferfest ab dem morgigen Freitag schweigen. So sieht es der Plan des Sondergesandten Lakhdar Brahimi vor und die Armee will sich daran halten.

Der UN-Gesandte Brahimi hatte bereits vorab verkündet, Präsident Baschar al-Assad habe seine Zustimmung zu der viertägigen Waffenruhe gegeben. Die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehende Gruppe Al-Nusra-Front kündigte jedoch an, dass es zwischen ihr und der Assad-Regierung keine Waffenruhe geben werde. Die Gruppe hatte sich bereits mehrmals zu Bombenanschlägen bekannt.

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Syrien hofft auf friedliches Opferfest

An den Fronten des Bürgerkrieges scheinen beide Seiten noch schnell Fakten schaffen zu wollen. So werden aus der Hauptstadt Damaskus schwere Gefechte gemeldet. Fünf Menschen seien dabei getötet worden, berichten Oppositionelle. Einheiten von Machthaber Assad hätten den Vorort Harasta mit Raketen unter Beschuss genommen. Zuvor hätten Rebellen versucht, Straßensperren der Regierungseinheiten zu stürmen.

Die erste Feuerpause endete kläglich

Sondervermittler Brahimi ist dennoch optimistisch: Wenn diese Waffenruhe eingehalten werde, könne daraus der Beginn eines politischen Prozesses werden, sagte der algerische Diplomat. Ähnliche Hoffnungen wurden bereits bei einem im April ausgehandelten Waffenstillstand gehegt, doch die Initiative war bereits nach wenigen Tagen komplett gescheitert.

Syrische Oppositionelle zweifeln zudem am Willen der syrischen Regierung: "Syriens Regime ist nicht ehrlich", sagte der Sprecher des oppositionellen Syrischen Nationalrats (SNC), George Sabra, der Nachrichtenagentur dpa. Kaum habe Brahimi seine Erklärung abgegeben, habe es aus Damaskus geheißen, die Entscheidung sei noch nicht gefallen. Auch im vergangenen Jahr hätten Truppen des Regimes während des Opferfestes weiter gekämpft.

rb/SC (dpa, dapd, afp, rtr)

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