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Nahost/Nordafrika

Syrien: Weitere Unterstützung für Kindersendung

Die Reporter des TV-Magazins "Yalla Nehna" für syrische Kinder werden mit zusätzlichen Trainings und Beratungen gefördert. Die DW Akademie-Workshops für Videojournalisten werden vom Auswärtigen Amt untersützt.

Yalla Nehna

Videojournalist von "Yalla Nehna" mit syrischen Flüchtlingskinder in Gaziantep, Türkei

In nur dreieinhalb Monaten hatte die DW Akademie vergangenes Jahr das Kinder-TV Magazin "Yalla Nehna" gemeinsam mit dem Oppositionssender Orient TV in Dubai entwickelt. Seit März strahlt der Sender das Magazin zweimal wöchentlich aus - mit großem Erfolg. Syrische Kinder erleben mit Yalla Nehna eine Welt jenseits von Krieg und Zerstörung - lehrreiche, kindgerechte Beiträge aus Bildung, Wissenschaft und Unterhaltung lenken ab und geben Hoffnung.

Jetzt will Orient TV die Sendung ausbauen. "Mit mehr Korrespondenten in der Region kann das Magazin die Lebenswelt der Flüchtlingskinder noch besser abbilden", sagt Tilman Rascher, Leiter des Bereiches Nah-/Mittelost der DW Akademie. Weitere Redakteure sollen in den kommenden drei Monaten auch in der Produktion von kindgerechten "Erklärstücken" geschult und neue Formate entwickelt werden. "Wir wollen dafür sorgen, dass Orient TV solche Stücke selbst mit syrischen Kindern produzieren kann", erklärt Nasir Al-Jezairi, Trainer und Projektmanager der DW Akademie. Bisher sendete "Yalla Nehna" nur adaptierte, deutsche Kinder-TV Beiträge aus dem Bereich Wissenschaft und Technik.

Ausbau des Korrespondentennetzes

Die DW Akademie hatte 2013 neun Bürgerjournalisten als Korrespondenten für das Kinderprogramm ausgebildet. "Wegen der prekären Sicherheitslage in Syrien und in den umliegenden Ländern können die Videojournalisten jedoch manchmal über Tage nicht produzieren", berichtet Al-Jezairi. Deshalb bildet die DW Akademie erneut eine Gruppe von acht syrischen Bürgerjournalisten aus der Türkei, dem Libanon und Dubai aus.

Besonders wichtig für die Flüchtlingskinder seien Wertschätzung und ein Gegenentwurf zu Konflikt und Gewalt betont Birgitta Schülke, die das Projekt gemeinsam mit Al-Jezairi steuert. "Durch die andauernde Gewalt im Fernsehen müssen die Kinder ihre Traumata immer wieder durchleben. 'Yalla Nehna' zeigt positive Beispiel von Problembewältigung und Konfliktlösung auf." Beratend steht dem Projekteam von "Yalla Nehna" das Internationale Zentralinstitut für Jugend und Bildungsfernsehen (IZI) zur Seite. Für besonderes Engagement im Bereich Kinderfernsehen wurde "Yalla Nehna" kurz nach Sendestart mit dem Prix Jeunesse, dem wichtigsten europäischen Kinderfilm-Festival, ausgezeichnet.

Die fortführenden Trainings und Beratungen für Videoreporter des Kindermagazins "Yalla Nehna" werden Mitte November 2014 beginnen. Finanziert wird das Projekt vom Auswärtigen Amt.

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