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Syrien

Syrien weist Amnesty-Bericht über Massenhinrichtungen zurück

Die Regierung in Damaskus erklärte, im Militärgefängnis Saidnaja seien keine Menschen im Schnellverfahren zum Tode verurteilt und hingerichtet worden. Mit dem Bericht wolle Amnesty dem Ruf Syriens schaden.

Syrien Militärgefängnis Saidnaja (Google Maps/Digital Globe 2017)

Syriens Militärgefängnis Saidnaja aus der Luft

Als "völlig falsch" bezeichnete das syrische Justizministerium die Informationen Anmesty Internationals, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtet. Die Vorwürfe der Menschenrechtsorganisation über Massenhinrichtungen in dem syrischen Militärgefängnis entbehrten jeglicher Grundlage. Mit dem Bericht wolle Amnesty den Ruf Syriens in der Welt schädigen. Laut dem Justizministerium gibt es in dem Gefängnis keine Massenhinrichtungen. Todesurteile würden in Syrien nur in Gerichtsprozessen über mehre Instanzen verhängt.

Massenhinrichtungen, Vergewaltigungen, Folter: Amnesty hatte am Dienstag einen Bericht veröffentlicht, in dem die Organisation die Zustände im syrischen Militärgefängnis Saidnaja nahe Damaskus anprangert. Laut der Menschenrechtsorganisation sind zwischen 2011 und 2015 bis zu 13.000 Menschen hingerichtet worden. In Schnellverfahren hätte ein Militärgericht die Menschen zum Tode verurteilt, hieß es in dem Bericht. Tausende weitere Gefangene seien verhungert, durch Folter getötet worden oder gestorben, da sie nicht die nötige medizinische Versorgung erhielten. Amnesty beruft sich in dem Bericht auf 84 Zeugen, unter ihnen frühere Wachen, Gefangene, Anwälte und Richter.

sgr / uh (AFP, dpa)

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