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Politik

Syrien sagt Mehlis-Nachfolger Unterstützung zu

Die syrische Regierung will mit dem neuen Chef der UN-Ermittlungskommission im Mordfall Hariri, Serge Brammertz, uneingeschränkt zusammenarbeiten. Der Belgier hat seine Arbeit in Beirut bereits aufgenommen.

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Hariri-Poster in Beirut Ende 2005

Der syrische Außenminister Faruk el Schareh sicherte ihm in einem Telefongespräch die Zusammenarbeit zu, teile UN-Generalsekretär Kofi Annan am Donnerstag (19.1.2006) mit.

Wenige Stunden zuvor war der 43-jährige Nachfolger des deutschen Sonderermittlers Detlev Mehlis in Beirut angekommen.

Bereits zwei belastende Berichte

Serge Brammertz Hariri Mord

Serge Brammertz

Die von Serge Brammertz geleitete UN-Ermittlungskommission soll die Hintergründe des Anschlags auf den früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri am 14. Februar 2005 aufklären. Unter Mehlis' Leitung stellte die Kommission in zwei vorläufigen Berichten eine Verwicklung der syrischen und libanesischen Geheimdienste in das Attentat fest.

Brammertz sagte bei seiner Ankunft in Beirut für die Ermittlungen zur Ermordung des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Hariri Objektivität zu. Er sei sich der Erwartungen der Hinterbliebenen, des libanesischen Volkes und der internationalen Gemeinschaft bewusst, hieß es in einer von den Vereinten Nationen veröffentlichten Erklärung. "Ich werde mein Äußerstes tun, diese Erwartungen zu erfüllen."

UN-Mandat bis zum 15. Juni

Der belgische Jurist, bisher Leiter der Ermittlungsabteilung am Internationalen Strafgericht in Den Haag, ist Nachfolger des Berliner Oberstaatsanwalts Mehlis. Der hatte seit Ende Mai 2005 im Auftrag der Vereinten Nationen die Hintergründe der Tat untersucht. Er war in einem vorläufigen Untersuchungsbericht zu dem Schluss gekommen, dass ranghohe syrische und libanesische Geheimdienstbeamte an dem tödlichen Attentat auf Hariri am 14. Februar 2005 beteiligt waren. Bei dem Bombenanschlag kamen neben Hariri 20 weitere Menschen ums Leben. Das ursprünglich bis Mitte Dezember 2005 befristete Mandat der internationalen Untersuchungskommission wurde bis zum 15. Juni verlängert. (kap)

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