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Aktuell Welt

Syrien bestimmt die Generaldebatte

Der Syrien-Konflikt spielt bei der diesjährigen UN-Vollversammlung eine Hauptrolle. Vor der Eröffnung durch Generalsekretär Ban Ki Moon kündigte der Sondergesandte Brahimi einen neuen Vermittlungsversuch an.

Die Lage ist düster, stellte Lakhdar Brahimi fest, der seit dem 1. September als internationaler Syrien-Sondergesandter im Amt ist. Zeichen der Entspannung habe er bei seinem Besuch in Syrien keine gesehen, teilte der algerische Diplomat den Mitgliedern des Weltsicherheitsrates mit.

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UN-Gesandter: Lage in Syrien "extrem schlecht"

Vor Beginn der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York zeichnete er ein bedrückendes Bild der Lage. Brutale Gewalt und Misshandlungen seien in Syrien an der Tagesordnung. "Die Situation ist extrem schlecht. Und sie wird von Tag zu Tag schlechter."

Eine Handvoll Ideen

Mit einem schnellen Ende des Blutvergießens sei nicht zu rechnen. Doch aufgeben will der frühere algerische Außenminister nicht. Wie genau er die Krise überwinden will, konnte er aber nicht sagen. Er habe eine Handvoll Ideen, kündigt er an. Der Sechs-Punkte-Plan seines Vorgängers Kofi Annan, der in dieser schier aussichtslosen Situation frustriert das Handtuch geworfen hatte, sei ein Instrument in seinem Werkzeugkasten, so Brahimi.

Wichtig sei dabei, dass der Sicherheitsrat eine geschlossene Haltung vertrete. Eine Resolution gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad scheiterte stets am Veto Russlands und Chinas. Schätzungsweise 30.000 Menschen sind in dem seit 18 Monaten andauernden Konflikt in Syrien ums Leben gekommen.

Traumatisierte Kinder

Zur Situation der Flüchtlinge veröffentlichte die britische Kinderhilfsorganisation "Save the children" erschütternde Berichte. Bei der Befragung von Kindern in Flüchtlingslagern habe sich gezeigt, dass viele "schwer traumatisiert" seien, teilte die in Großbritannien ansässige Organisation mit.

Sie waren "Ziel brutaler Angriffe, haben ihre Eltern, Brüder, Schwestern und andere Kinder sterben sehen oder haben Folterungen beobachtet". Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London kamen mehr als 2000 Kinder in dem Konflikt ums Leben.

Nach UN-Generalsekretär Ban werden am ersten Tag des einwöchigen Treffens US-Präsident Barack Obama und der französische Staatspräsident François Hollande sprechen. Neben dem Bürgerkrieg in Syrien wird es auch um das iranische Atomprogramm gehen.

uh/nis (dapd,afp)

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