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Kampf gegen den Terror

Syrer spähte Reichstag aus

Einem 20-jährigen Syrer wird unter anderem vorgeworfen, Anschlagsziele in Berlin für die Terrormiliz IS ausgekundschaftet zu haben. Seit heute steht Shaas al-M. in Berlin vor Gericht.

Er soll Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sein und in der deutschen Hauptstadt den Reichstag, das Brandenburger Tor und den Alexanderplatz für mögliche Anschläge ausgespäht haben. Shaas al-M. saß seit März 2016 in Untersuchungshaft, nachdem er in Potsdam festgenommen werden konnte. Vor Gericht muss er sich wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten. Bisher verweigert der Angeklagte die Aussage. Für den Prozess sind 25 Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil wird im April erwartet.

Vom IS in Syrien ausgebildet

Islamischer Staat (Getty Images/AFP/A. Al-Rubaye)

Shaas Al-M. soll in Syrien vom IS ausgebildet worden sein, bevor er nach Deutschland gekommen ist

Shaas al-M. soll im August 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen sein und zuletzt in Brandenburg gelebt haben. Laut Anklage war der Beschuldigte in seinem Heimatdorf in Syrien vom IS rekrutiert und ausgebildet worden. Seit 2013 soll er aktiv für die Terrormiliz gekämpft haben und bei der Belagerung der syrischen Stadt Deir al-Zour als Wachmann mit einem Schnellfeuergewehr des Typs Kalaschnikow dabei gewesen sein.

In Deutschland vermittelte er als IS-Kontaktmann mindestens eine Person als Kämpfer nach Syrien und soll sich zudem bereit erklärt haben, selbst Anschläge in Deutschland durchzuführen. Als er im März festgenommen wurde, erklärte die Bundesanwaltschaft, es habe keine Anhaltspunkte für konkrete Anschlagspläne oder -vorbereitungen gegeben.

jv/pg (afp, dpa, ape)

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