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Aktuell Welt

Suu Kyi: Sanktionen lockern

Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi hat sich in den USA dafür ausgesprochen, die Sanktionen gegen Birma abzumildern. Es ist ihr erster Besuch in den Vereinigten Staaten seit Aufhebung ihres jahrelangen Hausarrestes.

Zum Auftakt ihrer USA-Reise traf Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton. Dabei wich Suu Kyi von ihrer bisherigen Strategie ab, Sanktionen als Druckmittel gegen das birmanische Militär beizubehalten. "Von meiner Seite aus glaube ich nicht, dass wir uns unnötig an Sanktionen klammern sollten", sagte sie.

Suu Kyi hatte unter Birmas Militärjunta 15 der vergangenen 23 Jahre in Hausarrest verbringen müssen. Erst 2010 wurde die Friedensnobelpreisträgerin freigelassen. Das Militär übergab die Macht inzwischen an eine zivile Regierung, die demokratische Reformen einleitete.

Clinton besorgt über Birmas Beziehungen zu Nordkorea

US-Außenministerin Clinton bekräftigte die amerikanische Unterstützung des Reformkurses in Birma. Gleichzeitig äußerte sie jedoch ihre Besorgnis über die engen militärischen Beziehungen Birmas zu Nordkorea. Außerdem kritisierte sie die andauernde Inhaftierung politischer Gefangener in dem südostasiatischen Land.

Birmas Präsident Thein Sein wird in der kommenden Woche in den USA erwartet. Als Zeichen, seinen Kurs der politischen Öffnung fortzusetzen, kündigte er im Rahmen einer Amnestie die Freilassung von 514 Häftlingen an – unter ihnen auch 60 politische Gefangene. Allerdings befinden sich nach Angaben der Opposition noch mehr als 300 weitere hinter Gittern.

An diesem Mittwoch soll Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi mit der höchsten Auszeichnung des US-Kongresses in Washington geehrt werden.

jh/hp (rtr,dapd,dpa,afp)

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