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Aktuell Asien

Suu Kyi macht erste Auslandsreise seit 24 Jahren

Fast zwei Jahrzehnte durfte sie ihr Haus nicht verlassen. Jetzt reist Birmas Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi erstmals wieder ins Ausland. Sie nimmt in Thailands Hauptstadt Bangkok an einem Wirtschaftsforum teil.

Myanmar pro-democracy icon Aung San Suu Kyi, center, arrives at parliament to attend a regular session of Myanmar Lower House in Naypyitaw, Myanmar, Wednesday, May 2, 2012. (Foto:Khin Maung Win/AP/dapd).

Amtseid Suu Kyi Birma

Suu Kyi hatte fast 20 Jahre unter Hausarrest in Rangun verbracht. Ende 2010 wurde die heute 66-Jährige freigelassen und zog bei Nachwahlen Anfang April erstmals ins Parlament ein. Nachdem Birma (Myanmar) jahrzehntelang von einer Militärjunta regiert worden war, wurde vor einem Jahr eine formal zivile Regierung unter Präsident Thein Sein eingesetzt.

Europareise mit vielen Ehrungen

Der Westen lockerte daraufhin seine Sanktionen. Für Mitte Juni plant Suu Kyi eine Europareise. Dabei will sie in Norwegen mit 21 Jahren Verspätung ihre Dankesrede zur Verleihung des Friedensnobelpreises halten.

Die Oppositionsführerin und Tochter des ermordeten Unabhängigkeitskämpfers Aung San, wird anschließend in Großbritannien erwartet. Am 21. Juni soll sie dort vor dem britischen Parlament sprechen.

Außerdem erhält Aung San Suu Kyi einen Ehrendoktortitel der Universität Oxford. Die Auszeichnung solle ihr bei ihrem Besuch an der traditionsreichen Einrichtung im Juni verliehen werden, hieß es.

Mit Großbritannien vertraut

Der Ehrendoktor in Zivilrecht sei ihr bereits 1993 zugesprochen worden, sie habe ihn aber bis heute nicht persönlich entgegennehmen können. Suu Kyi hatte in Oxford von 1964 bis 1967 Philosophie, Wirtschaft und Politik studiert und hatte dort auch mehrere Jahre mit ihrem Mann, einem gebürtigen Briten, gelebt.

1988 kehrte sie dann nach Birma (Myanmar) zurück. Knapp zwei Jahre später geriet sie unter Hausarrest, der mit wechselnden Begründungen der Militäregierung immer wieder verlängert wurde, um die in ihrer Heimat prominente Politikerin aus dem öffentlichen Leben fernzuhalten.

haz/nis (afp, dpa)

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