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Aktuell Welt

Suu Kyi bittet um Unterstützung für Birma

Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat in London eine Rede vor beiden Kammern des britischen Parlaments gehalten. Sie warb dabei um Unterstützung für die demokratischen Reformen in ihrer Heimat.

Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, ihrem Land ein kritischer Begleiter auf dem Weg in eine bessere Zukunft zu sein. In einer historischen Rede vor beiden Häusern des britischen Parlaments sagte sie, Birma brauche auf dem eingeschlagenen Weg zur Demokratisierung Aufpasser, nicht Cheerleader. Ihr Land stehe am Anfang einer Reise, die hoffentlich in eine bessere Zukunft führe.

Vor ihrer Rede war die Friedensnobelpreisträgerin mit stehendem Applaus begrüßt worden. Der Sprecher des Unterhauses, John Bercow, würdigte sie als "Gewissen ihres Landes und Heldin der Menschheit". Suu Kyi ist nach Königin Elizabeth II. die erste Frau, die auf einer gemeinsamen Sitzung von Unter- und Oberhaus sprach. Die Ehre wird sonst nur Staatsoberhäuptern gewährt.

Cameron will Reformprozess in Birma unterstützen

Der britische Premierminister David Cameron(Foto: AP/dapd)

Der britische Premierminister David Cameron will Birma auf seinem Weg in eine bessere Zukunft helfen

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Großbritanniens Premierminister David Cameron hatte Suu Kyi zuvor die Einladung von Birmas Staatschef Thein Sein, einem früheren Mitglied der Militär-Junta, nach Großbritannien als richtig bezeichnet. "Wir möchten die Vergangenheit nutzen, um die Zukunft aufzubauen", sagte sie. Cameron betonte, es gebe einen Reformprozess in Birma, der unterstützt werden müsse. Cameron war im April als erster westlicher Regierungschef seit einem Militärputsch 1962 nach Birma gereist. Dabei hatte er sich sowohl mit Thein Sein als auch mit Oppositionsführerin Suu Kyi getroffen.

Suu Kyi befindet sich derzeit auf einer zweiwöchigen Europareise. Neben Cameron hatte sie am Donnerstag auch mit Kronprinz Charles und seiner Frau Camilla gesprochen. Am Dienstag hatte sie Oxford besucht, wo sie studiert und viele Jahre mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen gelebt hatte. 1988 war sie zur Pflege ihrer Mutter wieder nach Birma gegangen und hatte sich in der Demokratiebewegung engagiert. In der Folge war sie über Jahre unter Hausarrest gestellt worden.

hf/ml (dapd, afp)

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