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Sport

Superstar Bekele

Der Langstreckenläufer aus Äthiopien gewann in Berlin seine zweite WM-Goldmedaille. Die USA beenden die WM als erfolgreichste Nation.

Kenenisa Bekele freut sich bei der Überquerung des Zielstrichs über seinen Sieg im 5000-Meter-Lauf. (Foto: AP)

Der Äthiopier Kenenisa Bekele

Was der Jamaikaner Usain Bolt im Sprint, ist Kenenisa Bekele im Langstreckenlauf. Nach seinem WM-Triumph über 10000 Meter gewann der 27 Jahre alte Äthiopier am Schlusstag der Titelkämpfe in Berlin auch das Rennen über 5000 Meter. In einem packenden Spurt auf der Zielgeraden ließ Bekele Titelverteidiger Bernard Legat aus den USA hinter sich. Die Siegerzeit: 13:17:09 Minuten. Bronze holte sich James C´Kurui aus Katar. Bekele wiederholte damit das Double von Peking. Auch bei den Olympischen Spielen 2008 hatte der Ausnahmeläufer Gold über 5000 und 10000 Meter gewonnen.

Überraschungssieg mit letzter Kraft

800-Meter-Sieger Mbulaeni Mulaudzi stolpert ins Ziel. (Foto: AP)

Mbulaeni Mulaudzi stolpert ins Ziel

Einen Überraschungssieg gab es im 800 Meter-Lauf der Männer. Der Südafrikaner Mbulaeni Mulaudzi gewann vor Titelverteidiger Alfred Kirwa Yego aus Kenia und 1500-Meter-Weltmeister Yusuf Saad Kamel aus dem Bahrain. Mulaudzi rettete seinen Vorsprung stolpernd hauchdünn ins Ziel.

Die Spanierin Natalia Rodríguez kümmert sich um die auf der Laufbahn liegende Äthiopierin Gelete Burka. Foto: AP

Schlechtes Gewissen? Rodriguez tröstet Burka

Im 1500-Meter-Lauf verteidigte Maryam Yusuf Jamal aus dem Königreich Bahrain ihren Titel. Die Spanierin Natalia Rodriguez, die als Erste über den Zielstrich gelaufen war, wurde nachträglich disqualifiziert. Sie hatte die Äthiopierin Gelete Burka gerempelt, die daraufhin gestürzt war. Silber gewann die Britin Lisa Dobriskey, Bronze die US-Amerikanerin Shannon Rowbury.

Die Staffeln der USA waren über 4 x 400 Meter nicht zu schlagen. Bei den Frauen setzte sich das US-Quartett vor Jamaika und Russland durch. Die deutsche Staffel mit Fabienne Kohlmann, Sorina Nwachukwu, Esther Cremer und Claudia Hoffmann wurde Fünfte. Bei den Männern siegte das US-Team vor Großbritannien und Australien.

Nur eine sprang weiter als sieben Meter

Weitsprung-Weltmeisterin Brittney Reese im Sprung. (Foto: AP)

Wieder Weitsprung-Gold für die USA: Brittney Reese

Weltmeisterin im Weitsprung wurde die US-Amerikanerin Brittney Reese, die mit 7,10 Meter als einzige die Sieben-Meter-Marke überwand. Silber ging an die Russin Tatjana Lebedewa, Bronze an die Türkin Karin Mey Melis. Im Speerwerfen setzte sich Olympiasieger Andreas Thorkildsen mit einer Weite von 89,59 Meter vor dem Kubaner Guillermo Martinez und dem Japaner Yukifumi Murakami durch. Mark Frank (81,32) landete auf Rang acht.

Drei Chinesinnen unter den besten Fünf

Marathonsiegerin Xue Bai aus China läuft durch das Ziel am Brandenburger Tor. (Foto: dpa)

Siegerin Bai Xue aus China

Die Marathonläuferinnen aus Asien drückten dem WM-Rennen in Berlin ihren Stempel auf. Gold gewann die 20 Jahre alte Chinesin Bai Xue, die nach 2:15:15 Stunden als Erste das Ziel am Brandenburger Tor erreichte. Ihre Landsfrauen Zhou Chunxiu und Zhu Xaiolin belegten die Plätze vier und fünf. Silber holte sich die Japanerin Yoshimi Ozaki. Lediglich der Äthiopierin Aselefech Mergia gelang es, als Dritte in die Phalanx der Asiatinnen einzubrechen. Ohne Chance auf eine Medaille war die Deutsche Sabrina Mockenhaupt, die mit einer Medaille geliebäugelt hatte, aber nur 17. wurde. "Es war heute einer meiner langsamsten Läufe, aber mein schönster", sagte die 28-Jährige hinterher. "Unterwegs wurde mir zugerufen, wo ich liege. Da war ich schon überrascht, wie weit hinten ich doch bin."

USA erfolgreichste WM-Nation

In der Nationenwertung lagen am Ende die USA (10 Gold-/ 6 Silber-/ 6 Bronzemedaillen) an der Spitze vor Jamaika (7/4/2) und Kenia (4/5/2). Gastgeber Deutschland (2/3/4) belegte den sechsten Rang.

Am Schlusstag der WM in Berlin wurde der dritte Dopingfall bekannt. Die marokkanische 1500-Meter-Läuferin Mariem Alaoui Selsouli wurde positiv getestet. Zuvor waren bereits Hindernisläufer Jamal Chatbi, ebenfalls aus Marokko, und 400-Meter-Hürden-Läuferin Amaka Ogoebunam aus Nigeria erwischt worden.

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Calle Kops

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