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Nahost

Sunniten und Schiiten rufen Iraker zur Ruhe auf

Nach der Anschlagsserie mit mindestens 48 Toten im Bagdader Stadtviertel Sadr City haben Schiiten und Sunniten die Bevölkerung zu Ruhe und Einigkeit aufgerufen. Die Irakische Islamische Partei, die größte politische Gruppierung der Sunniten, erklärte am Montag, die Anschläge gingen auf das Konto von "Feinden unseres Landes", die einen stabilen Irak verhindern wollten. Der radikale schiitische Geistliche Muktada al Sadr machte die Terrorgruppe Al-Kaida im Irak für die Attentate verantwortlich. Die Irakische Islamische Partei forderte alle politischen Gruppen zu einem Ende des Blutvergießens auf. Stattdessen sollten sich alle gemeinsam um die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit bemühen, die für Sicherheit sorgen könne, hieß es in einer Erklärung. Al Sadr warf irakischen Politikern vor, sich nicht um die Belange der Bevölkerung zu kümmern. Sie hätten im andauernden Streit über die Regierungsbildung lediglich ihre eigenen Interessen und mögliche Posten im Blick.

  • Datum 13.03.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/86mm
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