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Aktuell Afrika

Sudans Präsident heizt Konflikt mit Nachbarn an

Omar al-Baschir will weder die Angriffe seiner Truppen im Südsudan beenden, noch will er den Konflikt mit dem Nachbarn am Verhandlungstisch lösen. Lieber droht er mit dem Sturz der Regierung.

Der sudanesische Präsident Omar al-Baschir hat sich völlig unbeeindruckt von Forderungen der EU, der Vereinten Nationen sowie der USA nach einem Ende der Kämpfe zwischen seinem Land und Südsudan gezeigt. Bei einem Besuch in der ölreichen Grenzstadt Heglig drohte er mit dem Sturz der Regierung des im vergangenen Jahr unabhängig gewordenen Nachbarlandes. Die militärischen Aktionen würden solange fortgesetzt, bis alle mit Südsudan verbündeten Kräfte aus dem Norden vertrieben seien.

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Schwere Kämpfe im Sudan

Angriffe auf Orte im Südsudan

Sudanesische Kampfjets hatten am Montag nach Angaben aus südsudanesischen Geheimdienstkreisen Bentiu, die Hauptstadt der Grenzprovinz Unity im Südsudan bombardiert. Mindestens ein Mensch sei getötet worden. Nur Stunden vor dem Luftangriff waren sudanesische Truppen bis zu zehn Kilometer auf südsudanesisches Territorium vorgerückt und hatten Ziele angegriffen. Auch in den Tagen davor hatte es schwere Kämpfe im Grenzgebiet gegeben.

Die Europäische Union hatte ebenso wie US-Präsident Barack Obama ein Ende der Kampfhandlungen gefordert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Angriffe der sudanesischen Luftwaffe.

Kampf ums Öl

Seit der Unabhängigkeit des Südsudan im Juli 2011 sind die Beziehungen zwischen den Nachbarländern äußerst angespannt. Der Unabhängigkeit war ein zwei Jahrzehnte langer Bürgerkrieg zwischen der sudanesischen Zentralregierung im islamisch geprägten Norden und dem überwiegend christlichen Süden des Landes vorausgegangen. Der aktuelle Konflikt dreht sich vor allem um die ölreichen Gebiete in der Grenzregion. Bei Kämpfen um das umstrittene Ölfeld Heglig wurden nach sudanesischen Angaben in den vergangenen Tagen 1200 südsudanesische Soldaten getötet.

pg/wl/as(dapd, afp)

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