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Afrika

Sudanesischer Präsident wegen Völkermords angeklagt

Mitglieder der sudanesischen Rebellengruppe Bewegung Recht und Gleichheit (JEM) beim militärischen Drill in der Region Darfur. (Foto: Stephen Morrison)

Die westsudanesische Region Darfur ist seit sieben Jahren für einen blutigen Konflikt bekannt, dem nach Angaben der Vereinten Nationen bis heute mindestens 300.000 Menschen zum Opfer fielen. Die Kämpfe zwischen schwarzafrikanischen Aufständischen und der Zentralregierung trieben rund drei Millionen Menschen in die Flucht. Zur Unterdrückung schwarzafrikanischer Rebellen bewaffnete die Führung in der Hauptstadt Khartum Reitermilizen, die sogenannten Dschandschawid. Gemeinsam mit regulären Armee-Einheiten gingen sie gezielt gegen Angehörige der schwarzen Bevölkerungsmehrheit vor. Sie mordeten, vergewaltigten und brannten ganze Dörfer nieder. Der Konflikt ist bis heute nicht beendet. Wegen Kriegsverbrechen erließ der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag Haftbefehle gegen Sudans Staatschef Omar al-Baschir. Jetzt hat er auch Haftbefehl wegen Völkermordes gegen Baschir erlassen. (pa/dpa/rtr)