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Schweden

Suche nach dem Motiv für LKW-Anschlag in Stockholm

Der festgenommene 39-jährige Usbeke ist laut Polizei "wahrscheinlich" der Fahrer des Lastwagens, der in Stockholm in eine Menschenmenge gerast war. In der Nähe des Tatorts gedachte Regierungschef Löfven der Opfer.

Schweden - Stockholm nach dem Anschlag - Lofven (Getty Images/AFP/O. Andersen)

"Schweden wird sich dem Terrorismus nicht beugen": Regierungschef Stefan Löfven

"Heute ist ein Tag der Trauer", sagte Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven, nachdem er Blumen zum Gedenken an die vier Getöteten niedergelegt hatte. Am Montagmittag soll es in Stockholm eine Gedenkfeier und eine landesweite Schweigeminute geben, kündigte Löfven an. Zugleich stellte er fest: Schweden sei eine offene, demokratische Gesellschaft, und das wolle man auch bleiben.

Schweden - Stockholm nach dem Anschlag - Prinzessin Victoria (Getty Images/AFP)

Kronprinzessin Viktoria und ihr Mann Daniel (im Hintergrund) gedachten auch der Opfer

Zuvor hatte das Kronprinzenpaar einen Platz in der Nähe der zentralen Einkaufsstraße besucht, in der ein Lastwagen am Freitag in eine Menschenmenge gefahren war und vier Menschen getötet hatte. Die Attacke ähnelt einer Reihe von Anschlägen, bei denen Anhänger der sunnitischen Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in den vergangenen Monaten mit Fahrzeugen in Menschenmengen gerast waren.

Suche nach möglichen Komplizen

Ein 39-jähriger Usbeke, den die schwedische Polizei nach der Tat festgenommen hatte, steht unter Terrorverdacht. Ob der Mann bei dem Anschlag Komplizen gehabt habe, sei weiter unklar, wie Polizeipräsident Dan Eliasson vor Journalisten mitteilte. Gegenwärtig werde dies nicht ausgeschlossen. Auch über das Tatmotiv kann die Polizei nur Vermutungen anstellen. "Wir kennen seine Absichten nicht", so Eliasson. Zurzeit werden das Handy des Usbeken und seine Profile in den sozialen Medien untersucht

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Schweden - Stockholm nach dem Anschlag - Dan Eliasson (Getty Images/AFP/TT/A. Wiklund)

Polizeichef Dan Eliasson: Wir kennen die Absichten des Verdächtigen nicht

Verdächtiger war der Polizei bekannt

Dem schwedischen Inlandsgeheimdienst Säpo war der Usbeke seit dem Vorjahr namentlich bekannt, wie Behördenchef Anders Thornberg mitteilte. Zwar könne man keine Verbindungen zu extremistischen Milieus bestätigen, so Thornberg mit Blick auf die damaligen Untersuchungen. Doch es gebe jetzt genügend Verdachtsmomente, um den Mann festzuhalten.

In dem LKW, mit dem der Täter den Anschlag verübt hatte, stellten Ermittler einen verdächtigen Gegenstand sicher. Ob es sich dabei um eine Bombe handelt, ließ die Polizei offen. Wie schwedische Medien berichten, war der Usbeke in einem Geschäft in Märsta nördlich von Stockholm festgenommen worden.

uh/jj (dpa, afp, rtr)

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