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Fußball

Stuttgart träumt vom Wunder

Mit einem "Perfekten Spiel" ins Viertelfinale der Champions League - davon träumen Fans und Spieler des VfB Stuttgart vor der Partie beim großen Favoriten, dem Titelverteidiger FC Barcelona.

Spielszene Cacau gegen Barcelona (Foto: AP)

Trifft Cacau erneut?

"Jeder muss das Spiel seines Lebens abliefern, dann können wir es schaffen", so beschreibt VfB-Sportdirektor Horst Heldt die Mission der Schwaben in Barcelona. Das 1:1 aus dem Hinspiel ist eigentlich zu wenig, um sich wirklich Hoffnung aufs Viertelfinale machen zu können. Die Stuttgarter wollen trotzdem nicht nur zum Spaß nach Spanien fahren, wie Heldt betonte. "Wir müssen mutig, selbstbewusst und clever spielen, dann haben wir eine Chance", ergänzte VfB-Trainer Christian Gross.

Premiere für Lehmann

Ein ganz besonderes Erlebnis wird das Spiel für Routinier Jens Lehmann im Tor der Stuttgarter. Noch nie hat der inzwischen 40 Jahre alte Keeper in Camp Nou gespielt. "Das fehlt mir noch", sagte er grinsend und machte seiner Mannschaft Mut, "vielleicht schaffen wir ja ein Ergebnis, das die Fußball-Welt aufhorchen lässt." Sollte das nicht klappen, dürfte es sein letztes Spiel auf der großen internationalen Bühne gewesen sein.

Lionel Messi vom FC Barcelona und Cristian Molinaro vom VfB Stuttgart kämpfen um den Ball (Foto: AP)

Ohne Respekt gegen Weltstars wie Messi - das ist die Chance der Stuttgarter

Akribische Vorbereitung für das angestrebte Wunder

Damit es vielleicht doch reicht, um nach dem FC Bayern München als zweite deutsche Mannschaft ins Viertelfinale einzuziehen, hat VfB-Trainer Gross sehr intensiv mit seinen Profis gearbeitet. Knapp zweieinhalb Stunden scheuchte er seine Spieler in einer Einheit über den Rasen. Wirklich alles, sogar Elfmeterschießen hat der Schweizer üben lassen. Verletzungssorgen hat Gross keine. Verteidiger Stefano Celozzi hat seine fiebrige Erkältung überstanden und auch die angeschlagenen Alexander Hleb und Serdar Tasci sind bis zum Anstoß am Mittwoch (17. März; 20:45 Uhr MEZ) wieder fit.

Messi, Iniesta & Co. setzen auf Attacke

Barca-Trainer Guardiola breitet die Arme aus (Foto: AP)

Guardiola kann aus dem Vollen schöpfen

Ebenfalls alle an Bord sind beim FC Barcelona. Einzig hinter Mittelfeldmann Seydou Keita steht noch ein Fragezeichen. Keine Fragen gibt es über die taktische Marschrichtung des Titelverteidigers: bedingungslos offensiv will Barça-Trainer Josep Guardiola mit seinem Team in die Partie gehen. Sein Sturmwunder Lionel Messi hat sich am Wochenende beim Sieg gegen Valencia schon einmal mit drei Treffern warmgeschossen. Gegen Stuttgart wollen die Spieler nun deutlich mehr zeigen als im Hinspiel. "Sie haben nichts zu verlieren", erklärte Barcelonas Rechtsverteidiger Dani Alves, "wir müssen uns also voll reinhängen." Besonders motiviert sind die Katalanen in dieser Saison auch noch aus einem anderen Grund. Das Finale der Champions League steigt im Stadion des Erzrivalen Real Madrid, der schon aus dem Wettbewerb ausgeschieden ist. Gelänge die Titelverteidigung ausgerechnet im Bernabeu-Stadion, wäre es ein besonderer Triumph für Barça.

Bordeaux klarer Favorit

In der anderen Partie am Mittwoch hat Girondins Bordeaux klar die bessere Ausgangsposition. Vor eigenem Publikum hat der französische Meister gegen Olympiakos Piräus einen 1:0-Erfolg aus dem Hinspiel im Rücken. Mit sechs Siegen und einem Remis in dieser Champions League Saison kann die Mannschaft von Trainer Laurent Blanc außerdem eine glänzende Bilanz vorweisen.

Autor: Jens Krepela
Redaktion: Christian Walz