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Fußball

Stuttgart – noch 90 Minuten bis Europa

Eigentlich sollte für Stuttgart nichts mehr schiefgehen auf dem Weg in die Europa League. Den Einzug in die Gruppenphase dürfte sich der VfB im Play-off-Rückspiel bei Dynamo Moskau nicht mehr nehmen lassen.

Christian Gentner vom VfB Stuttgart (l.) im Zweikampf mit Christian Noboa von Dynamo Moskau (Foto: Getty Images)

Christian Gentner vom VfB Stuttgart (l.) im Zweikampf mit Christian Noboa von Dynamo Moskau

Bei dieser Ausgangslage kann der VfB Stuttgart einigermaßen locker nach Moskau fahren: Mit 2:0 gewannen die Schwaben das Play-off-Hinspiel zur Europa League im eigenen Stadion, nun sollte die reguläre Spielzeit von 90 Minuten reichen, um gegen Dynamo (28.08.2012) den Einzug in die Gruppenphase perfekt zu machen. Auch die unglückliche Niederlage zum Bundesliga-Saisonstart gegen den VfL Wolfsburg soll daran nichts ändern. Am 1. Spieltag wurden die Stuttgarter innerhalb von 120 dramatischen Sekunden vom möglichen Sieger zum Verlierer.

"Wir haben gar keine Zeit für einen Knacks", betont VfB-Coach Bruno Labbadia. Für das fest eingeplante Weiterkommen hat er eine klare Strategie entwickelt. "Wir werden in die Partie reingehen, als ob es 0:0 stehen würde", kündigt Labbadia an. "Wir werden uns auf keinen Fall hinten reinstellen und versuchen, möglichst schnell ein Tor zu schießen."

Dynamo ist Ligaschlusslicht

Sollte ein Auswärtstreffer gelingen, dann müsste Moskau in der Arena Chimki schon viermal treffen, um den VfB noch auszuschalten und das scheint angesichts der aktuellen Offensivschwäche von Kevin Kuranyi und Co. ausgeschlossen. Zwar glückte Dynamo unter seinem neuen Trainer Dan Petrescu im Lokalderby gegen Lokomotive Moskau ohne den gesperrten Kapitän Kuranyi mit 3:2 der erste Saisonsieg. Aber nach zuvor fünf Pleiten und nur einem Treffer ist der schwächelnde russische Top-Club immer noch Tabellenletzter.

Kevin Kuranyi von Dynamo Moskau feuert während des Europa League-Spiels gegen den VfB Stuttgart am 22.08.2012 in Stuttgart seine Mannschaftskameraden an (Foto: dpa)

Kevin Kuranyi glaubt nicht wirklich an eine Überraschung seines Teams Dynamo Moskau

Angesichts der Chancenlosigkeit im Hinspiel in seiner alten Heimat und erschreckender konditioneller Schwächen macht sich Kuranyi auch keine Illusionen gegen seinen Ex-Club. "Es wird ganz schwierig, da müssen wir uns nichts vormachen", sagte der frühere Nationalspieler. "Aber Fußball ist ein verrücktes Spiel, da hat man schon so viel erlebt." Dynamo habe sich noch nicht aufgegeben und werde alles versuchen, in die nächste Runde einzuziehen.

Nur kein Hochmut

Pflichtgemäß warnen auch die VfB-Verantwortlichen vor Überheblichkeit. "Das wird ein heißer Tanz", meint Manager Fredi Bobic. Trainer Labbadia weist darauf hin, dass der Gegner nichts zu verlieren habe, was ihn gefährlicher mache. VfB-Stürmer Cacau, der auf einen Einsatz von Beginn an hofft, gibt sich kämpferisch: "Wir wollen gegen Moskau die Niederlage gegen Wolfsburg wieder gutmachen."

Personell sieht es beim VfB bestens aus. Abwehrchef Serdar Tasci konnte gegen Wolfsburg trotz einer gebrochenen Mittelhand, dank einer Karbonschiene, problemlos agieren. Labbadia will den Kapitän auch in Moskau aufbieten. Große Wechsel deuten sich daher nicht an. Möglicherweise rückt der Japaner Shinji Okazaki auf der linken Außenbahn im offensiven Mittelfeld für Ibrahima Traoré in die Startelf. Der trickreiche Flügelflitzer aus Guinea wirkte gegen Wolfsburg nach einer Stunde müde und musste für Cacau weichen.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Moskau: Schunin - Wilkshire, Schildenfeld, Fernandez, Lomic - Jusupow, Noboa - Kokorin, Semschow, Dzsudzsak - Kuranyi. - Trainer: Petrescu

Stuttgart: Ulreich - Hoogland, Tasci, Maza, Boka - Kvist, Gentner - Harnik, Hajnal, Traore (Okazaki) - Ibisevic. - Trainer: Labbadia

Schiedsrichter: Aydinus (Türkei)

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