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Fußball

Stuttgart folgt Bayern ins Finale

Der Finalgegner für den FC Bayern München ist gefunden: Stuttgart setzt sich im zweiten Halbfinale des DFB-Pokals gegen Freiburg durch und sichert sich durch das Weiterkommen einen Europapokal-Platz.

Es war ein packender Pokalabend mit zwei erbittert kämpfenden Kontrahenten und am Ende strahlten die Stuttgarter: Mit einem knappen, aber verdienten 2:1 (2:1)-Erfolg über den SC Freiburg hat sich der VfB ins Finale des DFB-Pokals gespielt. Die Tore fielen in der 1. Halbzeit, dennoch blieb es bis zum Abpfiff spannend. "Es war das Spiel, das ich erwartet habe, ein packender Pokalfight", resümierte Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia. "Wir freuen uns unglaublich, dass wir im Finale sind." Auch VfB-Sportvorstand Fredi Bobic zeigte sich sehr zufrieden: "Die Jungs sollen einen draufmachen. Das haben sie sich verdient", sagte er. "Wir wollen aber in der Bundesliga auch weiter Gas geben."

Der SC Freiburg, der in der Bundesliga-Tabelle auf einem Europapokal-Platz und weit über dem VfB Stuttgart steht, war zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in das Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. "Im ersten Moment ist es bitter, weil wir etwas Einmaliges hätten schaffen können. Die Enttäuschung ist natürlich riesig", sagte Freiburgs Offensivspieler Jan Rosenthal. "Aber es ist recht einfach. Stuttgart war einfach besser und wir waren nicht gut genug. Jetzt müssen wir umso mehr den Fokus auf die Liga richten."

Stuttgart beginnt bissiger

Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches, abwechslungsreiches Spiel. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und so fielen gleich in der ersten Viertelstunde zwei Tore. Arthur Boka brachte den VfB in der 10. Minute mit 1:0 in Führung, der wieder genesene Rosenthal glich vier Minuten später aus. Martin Harnik setzte mit seinem Treffer in der 28. Minute den Schlusspunkt unter die erste Halbzeit, die unterm Strich an die Gastgeber ging: Bessere Chancen, frühes Pressing, hohes Tempo. Man merkte sofort, dass Stuttgart die letzte Chance auf das Erreichen eines Europapokal-Platzes unbedingt nutzen wollte. Weil der deutsche Meister Bayern München bereits als erster DFB-Pokalfinalist feststand und in der kommenden Saison in der Champions League spielen wird, ist sein Endspielgegner automatisch für die Europa League qualifiziert. Die Stuttgarter, die eine sehr durchwachsene Saison spielen, rangieren derzeit in der Bundesliga auf Rang zwölf und damit weit entfernt von einem Europapokal-Platz.

Stuttgarter Fans präsentieren vor dem Anstoß eine Choreographie mit dem Slogan: Finale! (Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Die Stuttgarter Fans hatten es gefordert, ihre Mannschaft hat es umgesetzt: Der VfB steht im DFB-Pokalfinale.

Ausgeglichene zweite Hälfte

Auch die Anfangsphase des zweiten Durchgangs ging an die Schwaben. Torjäger Vedad Ibisevic hatte die Vorentscheidung bereits kurz nach dem Wiederanpfiff auf dem Fuß, doch Freiburgs Innenverteidiger Pavel Krmas klärte spektakulär auf der Line. In der Folge spielte sich der Sportclub besser in die Partie und war über eine längere Phase am Drücker, Stuttgart ließ sich in die Abwehr drängen. Geklärt schien zu diesem Zeitpunkt nichts, vor allem Max Kruse und Jan Rosenthal waren drauf und dran, den Ausgleich für die Freiburger zu erzielen.

Die Stuttgarter Fans auf den Rängen skandierten: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin" und feierten ihr Team, das sich den knappen Vorsprung nicht mehr nehmen ließ. Während sich Freiburg noch auf sportlichem Weg über die Liga für den Europapokal qualifizieren kann, ist dies Stuttgart nun gelungen – ein versöhnlicher Saisonausklang. Doch schon am Sonntag (21.04.2013) bietet sich für Freiburg an selber Stelle die Chance zur Revanche: Dann treffen beide Teams in der Liga wieder aufeinander.

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