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Fußball

Stuttgart entlässt Trainer Keller

Nach der Niederlage im Freitagsspiel in Hannover hat sich Stuttgart von Trainer Jens Keller getrennt. Am 16. Spieltag können die schon als Herbstmeister feststehenden Dortmunder einen weiteren Rekord knacken.

Stuttgarts Trainer Jens Keller bei einer Pressekonferenz. Foto: dpa-pa

Aus für Keller beim VfB

Hannovers Didier Ya Konan feiert im Spiel gegen Stuttgart seinen neunten Saisontreffer (Foto: dpa)

Ya Konans Jubel

Der abstiegsbedrohte Bundesligist VfB Stuttgart hat nach übereinstimmenden Presseberichten zum zweiten Mal in dieser Saison seinen Trainer entlassen. Nach nur 59 Tagen als Chefcoach der Schwaben musste Jens Keller seinen Hut nehmen. Mitte Oktober hatte sich der VfB von Trainer Christian Gross getrennt. Angeblich wollen die Stuttgarter jetzt Bruno Labbadia verpflichten, der bis Ende April Trainer des Hamburger SV war.

Die Stuttgarter zogen nach der 1:2 (0:1)-Niederlage im Freitagsspiel (10.12.2010) bei Hannover 96 die Notbremse. Beide Treffer für die Niedersachsen erzielte Stürmer Didier Ya Konan (35./76.). Es waren bereits die Saisontore acht und neun des Ivorers. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Georg Niedermeier (74.) gesorgt. Hannover verbuchte den fünften Sieg in Folge und sicherte sich schon jetzt die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte. Die Niedersachsen schoben sich zumindest vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz vor. Stuttgart droht der Sturz ans Tabellenende.

Dortmund winkt der nächste Rekord

Mit dieser riesigen Fahne feierten die Dortmunder Fans am 28.10.1995 im ausverkauften Gelsenkirchener Parkstadion den 2:1-Sieg von Borussia Dortmund beim Ruhrpott-Duell gegen Schalke 04. (Foto: dpa)

Schwarz-gelb dominiert: Die Dortmunder Fans kommen gar nicht mehr aus dem Feiern heraus

Am heutigen Samstag (11.12.2010) kommt Herbstmeister Borussia Dortmund zum Zuge. 40 Punkte nach 15 Runden und zehn Zähler Vorsprung auf den Tabellen-Zweiten gab es in der Bundesliga noch nie. Nun hat der BVB sogar die Chance den Rekord von Bayern München zu knacken, das 2005 mit 44 Punkten in die Rückrunde ging. Allerdings erwartet der Herbstmeister in der späten Partie das Team von Werder Bremen. Keine leichte Aufgabe, wie BVB-Coach Jürgen Klopp warnt: "Das ist ein absolutes Highlight-Spiel in jeder Bundesliga-Saison. Bremen ist eine der spielstärksten Mannschaften Deutschlands. Aber ich kann mich an kein leichtes Spiel im Verlauf dieser Vorrunde erinnern." Sein Team müsse sich in die Partie richtig hereinbeißen, betonte Klopp.

Hamburg will es Leverkusen schwer machen

Der Tabellen-Vierte Bayer Leverkusen muss beim Hamburger SV antreten, doch die Statistik verheißt nichts Gutes für Bayer 04: Die Werkself gewann bei nur einem der letzten neun Auftritte in Hamburg. Doch da es gebe es auch noch andere Zahlen, wie HSV-Trainer Armin Veh deutlich machte: "Leverkusen hat noch kein Auswärtsspiel verloren. Wir wissen also, dass die Mannschaft auswärts sehr stark ist. Aber wir haben in den letzten Heimspielen auch gut gespielt." Er sei sehr zuversichtlich, dass der HSV Leverkusen die erste Auswärtsniederlage beibringen könne, meinte Veh.

Zuschauer schwenken ihre Fähnchen in der Hoffenheimer Rhein-Neckar-Arena. (Foto: AP)

Die Rhein-Neckar-Arena

Einen Heimsieg soll es auch für 1899 Hoffenheim gegen den 1. FC Nürnberg geben, zumindest wenn es nach Trainer Ralf Rangnick geht. Doch Hoffenheim gewann nur eine der letzten fünf Partien und holte aus den letzten beiden Heimspielen insgesamt nur einen Punkt. "Deswegen ist die Ausgangsposition für uns klar: Wir werden natürlich voll auf Sieg spielen und auch versuchen, unser Spiel im eigenen Stadion durchzubringen", gab sich Rangnick kämpferisch.

Drei Punkte oder nächste Blamage?

Auf Sieg spielen will auch der FC Bayern München. Der Rekordmeister empfängt den FC St. Pauli und muss nach der Pleite am letzten Spieltag auf Schalke gegen den Aufsteiger unbedingt dreifach punkten, um die Kluft zwischen seinen Ansprüchen und der bitteren Wirklichkeit nicht noch größer werden zu lassen. Doch St. Pauli-Trainer Holger Stanislawski will sich den Bayern nicht kampflos ergeben: "Wir wissen natürlich, dass es eine Mannschaft ist, die qualitativ das Beste ist, was in Deutschland zur Verfügung steht. Trotzdem wollen wir nicht dahin fahren und respektvoll zugucken, wie Bayern München Fußball spielt." Der Aufsteiger wolle zeigen, dass man berechtigterweise auch ein Teil dieser Bundesliga-Saison sei, hob Stanislawski hervor.

Der Geißbock Hennes soll dem 1. FC Köln Glück bringen.´(Foto: dpa)

Maskottchen Hennes soll dem 1. FC Köln Glück bringen

Ein Teil der Bundesliga will auch der abstiegsgefährdete 1. FC Köln bleiben. Der Tabellen-Vorletzte erwartet die Frankfurter Eintracht. Deren Trainer Michael Skibbe weiß ganz genau, was seiner Mannschaft bevorsteht: "Natürlich wird das schwer. Der FC steht mit dem Rücken zur Wand und wird im letzten Heimspiel der Hinrunde noch mal versuchen, drei Punkte zu holen." Dennoch wolle sein Team Punkte aus Köln entführen, sagte Skibbe. Dazu müsse es sich in der Defensive wehren und nach vorne gut Fußball spielen.

Rote Teufel empfangen Wölfe

Ebenfalls am Samstag stehen sich der 1. FC Kaiserslautern und der VfL Wolfsburg gegenüber. Beide haben 17 Punkte auf dem Konto und rangieren auf den Plätzen zwölf und 13, wobei der Aufsteiger noch vor den bisher enttäuschenden "Wölfen" rangiert.

Abgeschlossen wird der Spieltag am Sonntag (12.12.2010) mit zwei Spielen. Der Tabellen-Dritte FSV Mainz 05 empfängt den 15., den FC Schalke 04. Der SC Freiburg, derzeit auf Platz fünf der Tabelle, trifft auf Schlusslicht Borussia Mönchengladbach.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Stefan Nestler

Hinweis: Deutsche Welle-Radio berichtet am Samstag (11.12.2010) live ab 16.05 Uhr Mitteleuropäischer Zeit über den 16. Spieltag der Bundesliga. Vom Abendspiel zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen überträgt DW-Radio die 2. Halbzeit live ab 19.30 Uhr MEZ.

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