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Aktuell Europa

Sturm unterbricht Stomversorgung für 60.000 Haushalte

Ein heftiger Sturm hat Großbritannien fest im Griff: "Desmond" brachte starken Regen und führte zu Überschwemmungen. Im Nordwesten Englands fiel in vielen Häusern der Strom aus. Die Regierung rief die Armee zu Hilfe.

So hoch steht das Wasser in den Straßen von Carlisle (Foto: Reuters)

So hoch steht das Wasser in den Straßen von Carlisle

In einigen Dörfern und Städten im Nordwesten Englands stehe das Wasser etwa mannshoch in den Straßen, teilten die Behörden mit. Dort müssten rund 60.000 Haushalte ohne Elektrizität auskommen. Im Nordwesten Englands führten starker Regen und Erdrutsche am Wochenende zu Evakuierungen - Hunderte Familien mussten ihre Wohnungen verlassen.

In Carlisle in der Grafschaft Cumbria rief die Polizei die Bewohner dazu auf, in den Gebäuden zu bleiben. Zugverbindungen und Straßen waren blockiert, mehrere Krankenhäuser abgeschnitten. In Cumbria brachten die Sturmfluten die historische Pooley Bridge zum Einsturz. Nach Angaben der Polizei wurde zwei weitere Brücken weggerissen. Auch Teile Schottlands und Wales' waren von "Desmond" betroffen.

Krisenstab einberufen

Der britische Premierminister David Cameron berief eine Sitzung des Krisenstabes der Regierung ein. "Die Armee wurde mobilisiert, um den Opfern des Sturms 'Desmond' und der Überschwemmungen zu Hilfe zu kommen", teilte er über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das Militär setzte einen Hubschrauber ein, um eingeschlossene Bürger aus den Fluten zu bergen.

Der für den Nordwesten Englands zuständige Energieversorger Electricity North West warnte, dass der Strom in den betroffenen Haushalten wahrscheinlich "einige Tage" fehlen werde. Die Regierung sprach inzwischen für mehr als 130 Gebiete Flutwarnungen aus, darunter 48 Warnungen vor schweren Überflutungen, die lebensgefährlich sein könnten.

Bereits am Samstag war ein 90-Jähriger in London ums Leben gekommen, als ihn offenbar ein Windstoß vom Bürgersteig gegen einen fahrenden Bus drückte.

kle/bor (afp, dpa)